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Kälte etwas, das sich nicht mit dem Entsetzen vereinen läßt,welches sic auszudrücken scheint. Ich glaube weder, daß DeinVorsatz so abscheulich, noch daß Deine Macht so groß ist."
„Schmeichle Dir denn mit diesem Glauben, bis Dich dieZeit eines Andern belehren wird. Dein Liebhaber liegt ver-wundet im Schlosse. Was kann es dem Front-de-Boeuf ko-sten, ihn aus dem Wege zu schaffen? Ein Dolchstoß oder Gift,und Wilfred ist auf letztere Art noch dazu ohne Blutvergießenaus der Welt geschafft! Auch Cedric" —
„Also auch Cedric," sagte Rowena, die Worte wiederho-lend, „mein edelmüthiger Vormund und Beschützer! Ich ver-diente das Ungemach, das ich erlitt, denn ich vergaß seinesSchicksals über dem seines Sohnes."
„Auch Cedric's Schicksal hängt von Deinem Entschlüsse ab,"sagte de Bracp, „und ich überlasse Dich Dir selbst ihn zu fassen."
Bis hierher hatte sich Rowena mit unerschüttertem Muthe beider Versuchung benommen, allein der Grund war der, daß siedie Gefahr nicht für so ernst und nahe hielt. Ihr natürlicherCharakter war, so wie ihn Phpsiognomiker immer bei zartenweiblichen Wesen annehmcn, sanft, furchtsam und weich, alleindurch ihre Erziehung hatte er einen Zusatz von Stärke undKraft bekommen. Gewohnt Alle, Cedric selbst (der sonst ge-gen Andere nicht sehr nachgebend war) ihren Wünschen fick»fügen zu sehen, hatte sie einen Muth und ein Selbstvertrauenerhalten, welches durch die stete Zuvorkommenheit des Kreises,in dem man lebt, entsteht. Sie konnte gar nicht begreifen,wie man ihrem Willen widerstreben, noch weniger, wie ma«gar nicht darauf achten könnte.
Ihr Stolz und ihre Gewohnheit zu herrschen war daher nurein angenommener Charakter, und der sie sogleich verließ, als sich
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