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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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ihre Augen für ihre eigene, so wie für die Gefahr ihres Geliebtenund ihres Beschützers öffneten, und als sie fand, daß sich ihr Wille,dessen leiseste Aeußerung sie sonst als einen Befehl für Andere zubetrachten gewohnt war, sich im Gegensatz mit dem eines kraft-vollen, stolzen und entschlossenen Gemüths befand, das sich imVortheil über sie fühlte und kein Bedenken trug, dies zubenutzen.

Nachdem sie sich im Kreise umgesehen hatte, als suchte sie eineHülfe, die sie nirgends fand, und nach einigen abgebrochenenAusrufungen, erhob sie ihre Hände zum Himmel und brach inlaute, jammervolle Klagen aus. Es war unmöglich ein so schö-nes Geschöpf in solcher Angst ohne Empfindung zu sehen, und deBracy blieb nicht ungerührt, ob er gleich mehr verlegen als ge-rührt war. Er war nun schon zu weit gegangen, um zurückzu-treten, und doch ließ sich inRowena's gegenwärtiger Verfassungweder durch Gründe noch durch Drohungen etwas auSrichten-Er schritt daher im Gemache auf und nieder, bald das erschreckteMädchen vergeblich ermahnend, sich zu fassen, bald zweifelhaft,wie er selbst sein ferneres Benehmen einrichten sollte.

»Laß ich mich," dachte er,durch die Klagen und Thränendes Mädchens rühren, so verliere ich alle die schönen Hoffnun-gen, um die ich so viel gewagt habe, und fühle den Spottdes Prinzen Johann und seiner muntern Kameraden oben-drein. Und doch passe ich schlecht zu der Nolle, die ich spiele.Ich kann in ein so schönes Gesicht nicht schauen, wenn es vonSchmerz entstellt wird, noch diese Augen, wenn sie in Thrä-uen schwimmen. O! hätte sie doch ihren ursprünglichen Stolzbeibehalten, oder hätte ich einen größer» Antheil von Front-de-Boeuf's dreifach gehärtetem Herzen erhallen."

Durch solche Gedanken bewegt, konnte er Rowena blosbitten, ruhig zu sein, und sie versichern, daß sie für jetzt noch