Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
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Dir selbst, schönes Mädchen," erwiederte de Bracy in sei-nem vorigen Tone,Dir selbst und Deinen Reizen mußt Dues zuschreiben, wenn ich vielleicht die schuldige Achtung ver-letzte. Ich habe Dich zur Königin meines Herzens und zumLeitstern meiner Augen erlesen."

Ich wiederhole cs Euch, Ritter, ich kenne Euch nicht, undich denke, es sollte sich Niemand, der Kette und Sporen trägt,so zu einer schutzlosen Dame eindrängen."

Daß ich Euch unbekannt bin," sagte de Bacy,ist aller-dings ein Unglück für mich; doch laßt mich -offen, daß deBracy's Name nicht ungenannt geblieben ist, wenn Minstrelsund Herolde die Thaten des Ritterthums gepriesen haben, seies in den Schranken oder auf dem Schlachtfelde."

So uberlaß es auch den Minstrels Deinen Ruhm zupreisen," versetzte Rowena,denn für ihren Mund paßt dasbesser als für den Deinen; aber sage mir, wer von ihnenwird denn im Gesänge oder in einem Turnierbuche den denk-würdigen Sieg preisen über einen alten Mann, von wenigfurchtsamen Dienern begleitet, dessen Beute ein unglücklichesMädchen war, wider ihren Willen in das Schloß eines Räu-bers geschleppt."

Ihr seid ungerecht, Lady Rowena," sagte der Ritter, sichvor Beschämung in die Lippen beißend, und einen Ton an-nehmend, der ihm natürlicher war, als der affectirte der Ga-lanterie.Ihr seid frei von Leidenschaft, also könnt Ihrdie Entschuldigung einer fremden nicht annehmen, und wenndiese auch durch Eure eigene Schönheit erzeugt worden wäre.',

Ich bitte Euch, Herr Ritter," sagte Lady Rowena,gebt doch eine Sprache auf, die längst in dem Munde her-umziehender Minstrels entwürdigt worden ist; Ihr nöthigtmich wirklich zum Sitzen, wenn Ihr Euch solcher Gemeinplätze