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hatte er sich sorgfältig scheeren lassen, sein Wamms reichte bisauf die Hälfte der Schenkel, und der Gürtel, der cs umschloß,und an dem zugleich das gewichtige Schwert hing, war mitgoldener Stickerei verziert. Der wunderlichen Gestalt derSchuhe zu jener Zeit haben wir bereits früher gedacht, unddie Spitzen von denen, welche Moritz de Bracy jetzt trug,konnten sich mit den der galantesten Herren messen- DieserPutz wurde allerdings noch gehoben durch die Wohlgestaltund das Benehmen des Geschmückten, dessen Sitten auf gleicheWeise die Anmuth eines Höflings und das Ungezwungene ei-nes Kriegers erkennen ließen-
Er grüßte Rowena durch Abnehmen seines Sammtbarctts,welches mit einer goldenen Stickerei geziert war, den heiligenMichael darstellend, wie er den Drachen unter seine Füße tritt.
Er lud die Ladp dabei recht artig zu einem Sessel ein,und da ste »och immer stehen blieb, zog der Ritter den Hand-schuh von seiner rechten Hand ab und wollte ste zum Sitzeführen. Allein Rowena lehnte durch eine Bewegung dieseHöflichkeit ab und versetzte: „Wenn ich mich in Gegenwartmeines Kerkermeisters befinde, — und alle Umstände lassen cSmich nicht anders ansehen — so geziemt es der Gefangenenstehend ihr Urtheil zu erwarten."
„O, schöne Rowena!" erwiederte de Bracy, „Ihr seid inGegenwart Eures Gefangenen, nicht Eures Kerkermeisters,und aus Euren schönen Augen muß de Bracy das Urtheilempfangen, das Ihr von ihm erwartet."
„Ich kenne Euch nicht, Herr," sagte die Lady mit demvollen Stolw beleidigter Schönheit und Würde; „ich kenneEuch nicht, und die ungeziemende Vertraulichkeit, womit Ihrdas Geschwätz eines Troubadours an mich richtet, entschuldigtschlecht die Gewaltthat des Räubers."