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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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noch keine Zubereitungen zum Mittagsmahle erblicke- Schaudoch einmal durch's Fenster, edler Cedric, und stehe, ob's nochnicht ganz Mittag ist "

Es ist möglich,"erwiderte Cedric,allein ich kann das gefärbteGitter nicht ansehen, ohne daß andere Betrachtungen in mir erwa-chen, als solche, welche sich auf den Augenblick und unfern Mangelbeziehen. Als das Fenster angebracht wurde, mein edler Freund, dakannten unsere rauhen Väter die Kunst, Glas zu machen oder cs zufärben, ganz und gar nicht. Wolfganger's stolzer Vatcrbrachte ei-nen Künstler aus der Normandie mit, um diese Halle auf die neueArt zu verzieren, welchedas goldene Licht des Tages in so mancher-lei phantastische Farben bricht. Der Fremde kam arm hierher, undkehrte reich und stolz zurück, seinen Landsleuten von dem Reich-thume und der Einfalt der edlen Sachsen erzählend. Wir machtendiese Fremdlinge zu unfern Busenfreunden, wir nahmen ihre Künst-ler und Künste auf, und verachteten die edle Einfalt und Rauhheitunserer Vorfahren, so wurden wir durch normännische Künstelängst entnervt, ehe wir unter den Waffen der Normänner fielen.O, wie viel besser war doch unsere vaterländische Kost, in Frie-den und Freiheit verzehrt, als die üppige Schwelgerei, der zuLiebe wir nun Leibeigene und Sclaven des fremden Erobe-rers geworden find."

Mir," versetzte Athelstane,würde jetzt die schlechteste KostSchwelgerei scheinen, und ich wundere mich, edler Cedric, daßIhr Euch so genau vergangener Geschichten erinnern könnt,und die Essenszeit darüber ganz zu vergessen scheint."

Vergebene Mühe," sagte Cedric für sich voller Unwillen,mit dem von etwas Anderm zu reden, als was seinen Appetit be-trifft. Hardicanut's Seele muß in ihn gefahren sein, denn er kenntkein Vergnügen, als schlingen und schlucken, und immer nachMehrerm rufen- Ach!" setzte er mit einem mitleidigen Blicke auf