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„Wie? zu einem Dienstmädchen wolltest Du Dich herab-laffen?"
„Nein!" sagte der Templer stolz, „gewiß nicht! Ich habeunter den Gefangenen einen Preis gefunden, der dem Deinennichts nachgibt."
„Du meinst wohl die schöne Jüdin?"
„Und wenn ich sie meinte, wer will mir entgegen sein?"
„Niemand, so viel ich weiß, es müßte denn Dein Gelübdesein, oder eine Anwandlung von Gewissen bei der Jntriguemit einer Jüdin "
„Des Gelübdes hat mich unser Großmeister entbunden,"sagte der Templer, „und das Gewissen anlangend, so machtsich ein Mann, der dreihundert Saracenen erlegt hat, aussolchen Lappalien nicht eben viel."
„Du mußt Deine Vorrechte am besten kennen," sagte deBracy, — „indeß hätte ich schwören wollen, Dein Augenmerk.wäre mehr auf des Wucherers Geldbeutel gerichtet gewesen»als auf die schwarzen Augen seiner Tochter "
„Ich bewundere beides,"erwiderte derTempler, „der alte Judeaber ist nur eine halbe Beute für mich, denn denmußichmitFront-de-Boeuftheilcn, der uns den Gebrauch seines Schlosses nicht um-sonst überlassen wird. Ich muß auch etwas für mich allein haben,und dazu habe ich mir die schöne Jüdin auserschen. Nun alsokannst Du ruhig Deinen ersten Plan ausführen, Du hast, wieDu siehst, nichts von meiner Dazwischenkunft zu fürchten."
„Nein! nein!" versetzte de Bracy, „ich bleibe bei meinemPreise zurück. Bei Deinen Ansprüchen auf Vergebung wirstDu Dich um kleine Sünden nicht sehr bedenken."
Während dieses Gesprächs versuchte Cedric aus denen, die ihnbewachten, ein Geständniß ihres Vorhabens und ihrer Gesinnun-gen zulocken. „Ihr wollt Engländer sein," sagteer zuihnen, „und