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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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Der Pfad, auf dem sich der Zug fortbewegte, war soschmal, daß nicht füglich zwei Personen neben einander reitenkonnten, auch fing er an sich in ein enges Thal zu verlieren,wodurch sich ein Bach hinzog, dessen Ufer zerrissen, sumpfigund mit kurzen Weidenbüschen bewachsen waren. Cedric undAthelstane, welche sich an der Spitze des Zuges befanden, er-kannten sehr wohl die Gefahr, hier angegriffen zu werden. Daaber beide nicht viel von der Kriegskunst verstanden, so kann-ten sie keine bessere Art, der Gefahr zuvorzukommen, als soviel als möglich zu eilen. Sie rückten daher ohne großeOrdnung vor, und hatten mit einem Theile ihres Gefolgeskaum den Bach überschritten, als sie auf einmal von vorn,in den Seiten und im Rücken mit einer Heftigkeit angegrif-fen wurden, der sie, unvorbereitet wie sie waren, keinen wirk-samen Widerstand entgegensetzen konnten.

Beide sächsische Führer wurden in demselben Augenblickegefangen genommen, und jeder unter Umständen, welche sei-nen Charakter bezeichneten- Cedric schleuderte in dem Au-genblicke, wo einer der Feinde sich ihm näherte, den nochübrigen Wurfspieß auf ihn, und nagelte den Mann geradean einen Eichbaum, der hinter ihm stand. Nun sprengte ergegen einen zweiten, und indem er das gezogene Schwert mitso unbedachtsamer Wuth schwang, daß es aus einen dickenAst traf, der oben über ihm hing, wurde er durch die Hef-tigkeit seines eigenen Streichs entwaffnet. Zwei bis dreider Räuber zogen ihn vom Pferde. Athelstane hatte sichaber ergeben müssen, ehe er sich noch in eine vertheidigendeStellung hatte setzen können. Das Gefolge, in dem Gepäckverwickelt und erschrocken über den Fall der Anführer, wurdeeine leichte Beute der Angreifenden, und Lady Rowena nebstdem Juden und seiner Tochter hatten dasselbe Schicksal.