Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

43

Von dem ganzen Zuge entkam Niemand außer Wamba,der bei dieser Gelegenheit mehr Muth bewies, als man ihmhätte Zutrauen sollen. Nachdem er sich eines Schwertes be-mächtigt hatte, versuchte er sogar seinem Herrn zu Hülfe zukommen, allein da dies unmöglich war, sprang er vom Pferdeund entschlüpfte in dem Dickicht der Waldung.

Der tapfere Narr war kaum gerettet, als ihm der Zwei-fel einfiel, ob er nicht lieber wieder umkehren und die Ge-fangenschaft mit seiner Herrschaft thcilen solle-

Ich habe," sagte er zu selbst,die Leute so viel von demGlück der Freiheit reden hören, nun Hab' ich sie und wünschte,es lehrte mich auch Jemand, wie ich sie benützen könnte."

Kaum hatte er diese Worte laut vor sich gesprochen, alseine Stimme leise und vorsichtig rief:Wamba !" und in demAugenblicke sprang ein Hund, den er sogleich für Packan er-kannte, liebkosend auf ihn zu.Gurth!" erwiederte Wambaeben so leise und vorsichtig, und der Schweinehirt stand vor ihm.

Was ist denn das?" fragte er ängstlich,was bedeutetedas Schwertgeklirr?"

Alle gefangen!" sagte Wamba.

Wer denn gefangen?" fragte Jener.

Mein Herr, meine Lady, Athclstane, und Hundebert undOswald!"

Um Gottes willen, wie, und von wem?"

Mein Herr," sagte der Narr,war zu schnell zum Fech-ten, Athclstane zu langsam, und die Andern fochten ganz undgar nicht. So sind sie von den grünen Langröcken mit denschwarzen Larven gefangen worden. Alle liegen nun wieHolzäpfel auf dem Boden, die Ihr für Eure Schweine schüt-telt. Ich würde dazu lachen, wenn ich nur vor Weinen