41
»Laßt doch," sagte sie zu ihrem Vormunde, »zwei von denLastthieren abladcn und das Gepäck auf zwei andere hinterden Dienern packen-, die Maulthicre können dann die Sänftetragen und wir haben noch ledige Pferde für den alten Mannund seine Tochter."
Cedric ließ es sich leicht gefallen, und Athelstane fügteblos die Bedingung hinzu, daß sie beim Nachtrabe bleibensollten, wo Wamba, wie er meinte, sie mit seinem Schildevon geräuchertem Schweinfleisch schützen könnte-
„Ich habe meinen Schild auf dem Turnierplätze gelas-sen," versetzte der Narr, „so wie es auch wohl bessern Rit-tern ergangen ist, als ich bin."
Athelstane wurde roth vor Zorn, denn das war eben auchsein Schicksal bei dem Turniere gewesen. Rowena aber freutesich über den Scherz des Narren, und gleich als wollte sieihres Begleiters unziemliche Aeußerung vergüten, bat sie Re-becca neben ihr zu reiten.
„Nein," sagte diese mit stolzer Demuth, „das möchte sichdoch nicht schicken; meine Gesellschaft würde nicht ehrenvollfür meine Beschützerin gehalten werden."
Das Gepäck wurde schnell aufgelegt, denn das bloße WortGeächtete, machte jeden thätig und geschwind, zumal da dieDämmerung die Bedeutung jenes Wortes noch verstärkte.Unter dem Gewühl wurde Gurth vom Pferde gehoben; so-gleich bat er den Narren, ihn etwas lockerer zu binden, wasWamba auch that, so daß cs Gurt nicht schwer ward, sichder Fesseln gänzlich zu entledigen. Hierauf schlüpfte er in'sDickicht und entkam glücklich von der Truppe-
Gurth's Entfernung wurde erst bemerkt, als die Furchtvor einem Angriffe der Geächteten immer größer ward, daherdenn auch nicht viel darauf geachtet werden konnte-