Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
26
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Mit diesen Worten ergriff er mit Feierlichkeit den Becherund schüttelte zugleich das Haupt über die Unmäßigkeit desnördlichen Minstrels.

Unterdessen hatte der Ritter die Saiten in Ordnung ge-bracht, und nach einem kleinen Vorspiel fragte er seinen Wirth,ob er ein nordfranzösischcs oder südfranzösisches Lied, odereine englische Ballade singen sollte. Hierauf stimmte dcrRit-'ter eine Ballade an, die des Kreuzfahrers Rückkehr behan-delte, und welcher der Eremit mit großer Aufmerksamkeit zu-hörte. Als der geendet hatte, sprach letzterer seinen Beifallaus und sagte: »Herr Ritter, ich trinke Dir diesen Becher zuauf das Wohl aller treuen Liebhaber ich fürchte aberDu bist keiner," setzte er hinzu, als er bemerkte, daß derRitter, dessen Gehirn durch das wiederholte Trinken ein wenigerhitzt zu werden begann, seinen Becher mit Wasser verdünnte.

Wie?" sagte der Ritter,habt Ihr mir nicht gesagt, dasWasser komme aus der Quelle Eures Schutzpatrons, des hei-ligen Dunstan?"

Allerdings," sagte der Einsiedler,und mehrere hundertHeiden sind daraus von ihm getauft worden, aber daß erdaraus getrunken hätte, habe ich nie gehört. Jedes Dinghat seinen eigenen Zweck. Der heilige Dunstan kannte so gutals einer die Vorrechte eines lustigen Bruders."

Mit diesen Worten ergriff er die Harfe und unterhielt sei-nen Gast mit einem charakteristischen Gesänge ganz in alt-englischer Weise.

In der Thai," sagte der Ritter,das war ein hübschesund lustiges Stückchen zum Ruhme Eures Ordens. Und desTeufels gedenkend, heiliger Bruder, fürchtet Ihr Euch garnicht vor einem Besuche von ihm während Eures ungeistlichenZeitvertreibs?"