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nen Gast speiset, ihn dadurch von der Gesundheit der Nahrungüberzeugen muß, daß er sie mit ihm theilt. Fern sei es von mir,einen Verdacht aus einen so heiligen Mann, wie Ihr seid, zu wer-fen; indessen würde es mir doch sehr angenehm sein, wennIhr Euch dieser morgenländischen Sitte unterwerfen wolltet."
„Um Euch Eure unnöthigen Bedenklichkeiten zu nehmen,Herr Ritter, will ich einmal von meiner Regel abwcichen,"versetzte der Einsiedler- Und da cs zu jener Zeit noch keineGabeln gab, so waren seine Hände sogleich in den Eingewei-de» der Pastete beschäftigt.
Da nun das Eis der Ccremonie einmal gebrochen war,so schienen Gast und Wirth zu wetteifern, wer den besten Ap-petit zeigen würde; und obgleich der Erste ziemlich lange ge-fastet hatte, übertraf ihn doch der Letztere bei Weitem.
„Heiliger Vater," sagte der Ritter, nachdem er seinenHunger gestillt hatte, „ich wollte wetten, der gute Aufseher,der so schön für Eure Nahrung gesorgt hat, wird Euch aucheinen Schluck Wein oder Sekt, oder dergleichen hinterlassenhaben zur Begleitung des trefflichen Gerichts. Das wirdEuch vermuthlich auch wieder aus dem Gedächtnisse gekom-men sein, indeß sucht nur einmal recht nach, und Ihr werdetgewiß finden, daß ich nicht Unrecht habe."
Der Eremit antwortete darauf blos durch ein Lächeln, kehrtenach der Zelle zurück und holte eine lederne Flasche hervor, wel-che ungefähr vier Quart halten mochte. Nicht minder brachteer zwei große Trinkschalen herbei , aus dem Horn des Auer-ochsen gemacht uns mit Silber eingefaßt. Jetzt glaubte eraller Ceremonie überhoben sein zu können, füllte die Becherund sagte in sächsischer Mundart: „Auf Euer Wohl, Herrfauler Ritter!" So leerte er den seinigen auf einen Zug.
„Auf das Eure, heiliger Einsiedler von Copmanhurst!"