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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
22
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versetzte der Ritter, und that jenem auf gleiche Weise Be-scheid.

Heiliger Mann!" fuhr nun der Fremde fort,ich mußmich wundern, daß. ein Mann von solchen Sehnen und Kno-chen, der dabei ein so treffliches Talent -um Zerlegen besitzt,sich in eine solche Wildniß vergräbt. Nach meiner Ansichttaugtet Ihr besser ein Schloß oder Fort zu behaupten, etwasGutes zu essen und zu trinken, als hier von Hülsenfrüchtenund der Milde des Forstbeamten zu leben- Ich wenigstens,an Eurer Stelle, würde mich durch das Herrschaft!« e Wildzu versorgen wissen. läuft ja herdcnweise herum, undein Rehbock für den Kaplan des heiligen Dunstan kann dochwohl nicht vermißt werden-"'

Herr fauler Ritter," versetzte der Geistliche,das ist ge-fährlich zu unternehmen. Ich bleibe dem Könige und demGesetze treu; wollte ich mich an meines Herrn Wilde ver-greifen, ich wäre nicht sicher vor dem Gefängniß, ja, meinKleid würde mich selbst vor dem Galgen nicht schützen."

Nun!" sagte der Ritter,so machte ich meine Wande-rungen bei Mondlicht, wenn Förster und Aufseher in denwarmen Betten liegen, ich murmelte dann meine Gebete herund ließ so zuweilen einen Pfeil unter die Herden fliegen,welche in dem Dickicht weiden. Sagt mir nur, heiliger Mann,habt Ihr denn das nicht zum Zeitvertreibe versucht?"

Freund Faullenzer," erwicderte der Eremit,Du hast allesgesehen, was Dich in meiner Haushaltung interesstren kann,und vielleicht noch etwas mehr, als Einer verdient, der sichmit Gewalt eingcdrängt hat; glaube mir, es ist besser, desGuten zu genießen, was Dir Gott gibt, als zudringlich zuforschen, woher cs kommt. Fülle und leere Deinen Becher,und damit gut; und setze mich durch weitere Nachforschungen