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zeigte sich in des Ritters ganzem Wesen so viel Offenheit, alsnur durch das Aeußere ausgedruckt werden konnte. Sein Lächelnhatte besonders etwas unwiderstehlich Komisches und zeugte zu-gleich von Redlichkeit und Rechtlichkeit, so daß sein Wirth sichnicht enthalten konnte, damit zu svmpathisiren.
Nachdem der Eremit einen oder zwei Blicke mit ihm ge-wechselt hatte, ging er nach einer entfernten Seite der Hüttezu, und öffnete hier eine Thür, welche sehr künstlich und sorg-fältig versteckt war. Aus einer dunkeln Zelle, zu der jene Oeff-nung führte, brachte er nun eine große Pastete in einer zin-nernen Schüssel von außerordentlicher Größe hervor. Diesesmächtige Gericht setzte er seinem Gaste vor, der sogleich seinesDolches sich bediente, cs zu öffnen, und keine Zeit verlor, mitdem Inhalte genauere Bekanntschaft zu machen.
„Wie lange ist es denn, daß der gute Aufseher hier gewesenist?" fragte der Ritter seinen Wirth, nachdem er eiligst einigeStücke dieser wohlschmeckenden Erquickung verschlungen hatte.
„Ungefähr zwei Monate," antwortete der Einsiedler schnell.
„Beim Himmel," versetzte der Ritter, „Alles in Eurer Ein-siedelei ist wunderbar, heiliger Vater, denn ich möchte schwö-ren, der fette Rehdock, der den Inhalt dieser Pastete gelieferthat, sei noch in dieser Woche aufseinen Füßen herumgelaufen."
Der Eremit schien durch diese Bemerkung ein wenig be-troffen, und überdies machte er noch ein trübseliges Gesicht,da er die Abnahme der Pastete gewahr wurde, in welche seinGast verzweifelte Eingriffe machte, eine Kriegskunst, woranihm seine vorhergehende Enthaltsamkeitserklärung Antheil zunehmen durchaus keinen Vorwand ließ
„Ich bin in Palästina gewesen, heiliger Vater," sagte derRitter, indem er plötzlich mit Essen innehielt, „und iw erinneremich einer daselbst herrschenden Sitte, daß jeder Wirth, der sei-