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14 (1851) Ivanhoe
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Höflichkeit; und nachdem so jeder seine Schuldigkeit gethan, nah-men sie ihre Sitze an dem Tische wieder ein, auf dem dieSchüssel mit Erbsen stand. Nachdem der Eremit ein langesGebet gesprochen hatte, das wohl ursprünglich lateinisch ge-wesen sein mochte, von dem man jedoch in seinem Munde nurnoch wenig Spuren erkennen konnte, gab er seinem Gaste einBeispiel und steckte zwei bis drei getrocknete Erbsen mit An-stand in den ziemlich großen Mund, besetzt mit Zähnen, welchean Weiße und Schärfe es mit denen eines Ebers aufnehmenkonnten, freilich ein ziemlich schmaler Bissen für eine sogroße und geschickte Zermalmungsmaschine.

Der Ritter, um einem so löblichen Beispiele zu folgen, legteseinen Helm und den größten Theil seiner Rüstung ab, undzeigte dem Eremiten ein Haupt, umlockt von gelbem Haar,edle Züge, blaue Augen, welche ausgezeichnet groß und feu-rig waren, einen wohlgebildeten Mund, dessen Oberlippe miteinem Barte bedeckt war, dunkler als das Haupthaar, imGanzen aber das Ansehen eines kühnen und unternehmendenMannes, womit seine Gestalt ganz im Einklänge stand.

Der Eremit, gleichsam um das Vertrauen seines Gastes zuerwiedern, zog seine Kappe ab und zeigte rem Fremden dasHaupt eines Mannes in der Blüthe des Lebens. Sein kurz ge-schorncs Obertheil, umgeben von einem Kreise lockiger, schwar-zer Haare, hatte Aehnlichkeit mit einem Weideplätze, von seinerhohen Einfriedigung umschlossen. Das Gesicht zeigte nichtsvon mönchischer Strenge, noch asketischer Entsagung, im Gegen--theil bemerkte man einen etwas kühnen und trotzigen Blick, breiteund dunkle Augenbrauen, eine wohlgebildete Stirn, und Wan-gen rund und glänzend wie die eines Trompeters, von denenein langer, krauser, schwarzer Bart herabfloß. Ein solches Ge-sicht, in Verbindung mit der kraftvollen Gestalt des heiligen

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