Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

16

einiges trockenes Holz zulegte, stellte einen Stuhl an die eineSeite, und bat den Ritter ein Gleiches zu thun.

Sie setzten sich, und jeder sah den Andern mit großemErnst an, indem er im Herzen denken mochte, daß er selteneine kräftigere, athletischere Figur gesehen habe, als die,welche ihm jetzt gegenüber saß.

»Ehrwürdiger Einsiedler," sagte der Ritter, nachdem er seinenWirth lange und fest angesehen hatte,wenn ich Euch nicht inEuren frommen Betrachtungen störe, so mochte ich drei Dinge vonEurer Heiligkeit erfahren: Erstlich, wo ich mein Pferd hinstellensoll? Zweitens, was ich zum Abendessen bekommen kann? unddrittens, wo ich selbst diese Nacht mein Lager aufschlagen werde?"

Darauf will ich durch meine Finger antworten," versetzteder Einsiedler;denn es ist gegen meine Grundsätze, durchWorte zu reden, wo ich mich der Zeichen bedienen kann."Hiermit zeigte er ihm nach einander zwei Ecken der Hütte-Hier Euer Stall," setzte er hinzu,und dort Euer Bett.Und das" indem er eine Schüssel mit einer Handvoll ge-rösteter Erbsen von einem nahen Gesimse herunter nahm undauf den Tisch stelltedas Euer Abendessen!"

Der Ritter zuckte die Achseln, verließ die Hütte, brachtesein Pferd herein das er vorher an einen Baum gebundenhatte sattelte cs mit vieler Aufmerksamkeit ab und breiteteseinen eigenen Mantel auf den breiten Rücken des Thieres.

Der Eremit schien durch die Besorglichkeit und Geschicklichkeitzur Theilnahme angeregt, denn indeß er etwas von Futter, wel-ches für das Pferd des Forstaufsehers hier zurückgeblieben sei,murmelte, brachte er ein Bündel Heu aus einem Schlupfwinkelhervor und legte es dem Zelter desRitters vor, dann schüttete er inder Ecke, die er dem Ritterzur Schlafstelle angewiesen hatte, einenHaufen gedörrtes Farrcnkrautaus. Der Ritter dankte ihm für diese