Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

ES währte ziemlich lange, ehe er eine Antwort bekam,und die, welche er endlich erhielt, war nicht sehr einladend.

Nur vorüber, wer Du auch bist!" rief eine tiefe rauheStimme aus der Hütte, störe nicht den Diener Gottesund des heiligen Dunstan in seiner Abendandacht."

Würdiger Vater," versetzte der Ritter,cs ist ein armerWanderer, der sich in diesen Wäldern verirrt hat, und der EuchGelegenheit gibt, Eure Milde und Gastfreundschaft zu zeigen."

Guter Bruder," entgegnete der Bewohner der Einsiedelei,es hat unserer Frau und dem heiligen Dunstan gefallen,mich eher zum Gegenstände solcher Tugenden, als zum Aus-uben derselben zu bestimmen. Ich habe keine Lebensmittelhier, die auch nur ein Hund mit mir würde theilen wollen,und selbst ein nur einigermaßen zärtlich gewöhntes Pferdwürde mein Lager verschmähen so gehe denn Deines We-ges und Gott geleite Dich!"

Aber wie ist es denn möglich," erwiederte der Ritter,den Weg durch einen solchen Wald zu finden, da schon dieDunkelheit hereinbricht? Ich bitte Euch, ehrwürdiger Vater, öff-net Eure Thür und bringt mich wenigstens auf den rechten Weg!"

Und ich bitte Euch," versetzte der Anachoret,stört mich nichtlänger. Ihr habt schon ein Paternoster, zweiAves und ein Credounterbrochen, welche ich elender Sünder, meinem Gelübde zu-folge, vor Aufgang des Mondes schon gebetet haben sollte."

Den Weg! den Weg wenigstens!" rief der Ritter,wennich nicht mehr von Dir zu erwarten habe."

Der Weg," versetzte der Eremit,ist leicht zu finden.Der Pfad führt vom Walde zu einem Sumpfe, und von die-sem zu einer Furt-, die jetzt, da der Regen nachgelassen hat,wohl gangbar sein wird- Wenn Du durch die Furth bist, sohalte Dich links am Ufer, aber nimm Dich in Acht, denn eS