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ist es'aber bekannt, daß Jemand weit leichter »nd ungestraftereine wahre Sittenregel überschreiten, als unbekannt mit der ge-ringsten Bestimmung der Etiquette und des guten Tones schei-nen darf. Daher auch Cedric, der seine Hände an einem Hand-tuche trocknete, statt daß er die Feuchtigkeit daran durch ein an-muthsvolles Schwenken derselben in der Luft hätte verdunstenlassen sollen, lächerlicher wurde als sein Gefährte Athelstane, dereine ganze, ans den köstlichsten fremden Leckereien bestehende Pa-stete, damals Larum-pie genannt, ganz allein für sich hinunter-schlang. Als man jedoch nach ernsthafter Untersuchung entdeckte,daß der Than von Coningsburgh keinen Begriff hatte von dem,was er verschlang, und den Inhalt der Pastete für Speck undTaubcnfleisch gehalten hatte,da es doch Feigenschnepfen und Nach-tigallen waren, setzte seine Unwissenheit ihn einem weit großemGelächter aus, als seiner Gefräßigkeit eigentlich gebührt hätte.
Das lange Mahl ging endlich zu Ende, und indeß der Becherfrei im Kreise umherging, sprach man von den Thaten des vor-hergehenden Turniers, von dem unbekannten Sieger in demBo-genschießen, von dem schwarzen Ritter, dessen Selbstverläug-nung ihn der ihm bestimmten Ehre entzogen, und von demtapfemJvanhoe, der den Kranz des Tages so theuer bezahlt hatte. Manäußerte sich mit militärischer Freimüthigkeit, und Scherz undLachen umkreisten die Halle. Ans des Prinzen Gesicht alleinruhten während dieses Gesprächs düstere Wolken; es schien, alsob sein Gemüth einer unbezwinglichen Sorge erliege, und ernahm bloß Antheil an dem, was um ihn her vorging, wenn ervon seiner Umgebung darauf durch Winke aufmerksam gemachtwurde, dann aber sprang er plötzlich auf, stürzte einen Becher-Weins hinunter, gleichsam um sich zu beleben, und mischte sichdann durch abgebrochene Bemerkungen in die Unterhaltung.
„Wir trinken diesen Becher," sagte er, „auf das Wohl