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aus dem Hause Anjou, erhalten. Sie war daher auch an PrinzJohanns Hofe allgemein, und der lange Mantel, das Ober-kleid der Sachsen, wurde zum Gegenstände des Spottes gemacht.
Die Gäste hatten an einer Tafel Platz genommen, welche unterder Menge ausgesuchter Speisen fast zu brechen drohte. Außerden einheimischen Gerichte», welche die zahlreichen Köche des Prin-zen unter den verschiedensten Gestalten zuzubereiten wußten, gabes auch eine Menge aus dem Auslände stammender Leckerbissennebst Pasteten, Rosinenkuchen und Semmel, welche damals nurauf den Tafeln des hohen Adels zu finden waren. Zugleich wur-den die köstlichsten Weine aus allen Gegenden der Erde aufgesetzt.
Allein, wenn auch dem Luxus geneigt, waren die normanni-schen Edellcute doch im Allgemeinen nichts weniger als unmäßig.Indem sie sich den Freuden der Tafel ergaben,strebten sic mehr nachWohlgeschmack, und vermieden das Uebermaaß, dahingegen war-fen sie Völlcrci und Trunkenheit den besiegtenSachsen,als ein ihrerunedlen Natur eigenes Laster vor. Prinz Johann und diejenigen,welche seiner Genußsucht und Nachahmung seiner Schwächenschmeichelten, waren freilich nur zu geneigt, anch in den Freudender Tafel auszuschweifen, und es ist bekannt, daß der Tod desPrinzen durch den übermäßigen Genuß von Pfirsichen und jungemBiere verursacht wurde. Indessen wurde sein Benehmen immerals eine Ausnahme von den Sitten seiner Landsleute angesehen.
Mit schlauer Ernsthaftigkeit, welche nur durch Zeichen, die siesich unter einander gaben, unterbrochen wurde, betrachteten dienormännischen Ritter und Edellcute das rohere Benehmen Athel-stane's und Ccdrics bei einem Gastmahle,an dessen Form undSittediese gar nicht gewöhnt waren; und indeß ihr Benehmen so der Ge-genstand des beobachtenden Spottes wurde, überschritten die un-kundigenSachsen unfreiwillig manche Regel»,welche zurOrdnungin der Gesellschaft willkürlich angenommen worden waren. Nun