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Wilfteds von Jvanhoe, des Ritters dieses Waffenganges,und bedauern, daß ihn seine Wunde gehindert hat, bei unse-rem Mahle zugegen zu sein. Laßt alle zu dieser Gesundheitdie Becher füllen, vornehmlich aber Cedric von Rotherwood,den würdigen Vater eines so vielversprechenden Sohnes."
„Nein, Mylord," versetzte Cedric, indem er aufstand undden unberührten Becher auf den Tisch setzte, „ich kann demungehorsamen Jüngling, der meinen Befehl verachtete unddie Sitten und Gebräuche seiner Väter verließ, den Nameneines Sohnes nicht geben."
„Unmöglich," rief Prinz Johann mit wohlverstelltem Er-staunen, „kann ein so tapferer Ritter ein unwürdiger oderungehorsamer Sohn sein."
„Und doch, Mylord," entgegnete Cedric, „ist es so mit Wil-fred. Er verließ seine heimische Wohnung, um sich unter denlustigen Adel an Eures Bruders Hofe zu mischen, wo er jene Rei-terkünste lernte, die Ihr so hoch erhebt. Er verließ sic gegen mei-nen Wunsch und Befehl, und zu Alfreds Zeit hätte dies Ungehor-sam geheißen, und wäre ein sehr strafbares Verbrechen gewesen."
„O," erwiederte Prinz Johann mit einem tiefen Seufzerverstellter Theilnahme, „da Euer Sohn ein Anhänger meinesunglücklichen Bruders war, so darf man nicht untersuchen, vonwem er diese Grundsätze des kindlichen Ungehorsams annahm."
Absichtlich vergaß Prinz Johann bei diesen Worten, daß unterallen Söhnen Heinrichs des Zweiten, obgleich keiner von Schuldganz frei war, er sich doch am meisten durch den Geist der Empö-rung und des Ungehorsams gegen den Vater ausgezeichnet hatte.
„Ich dächte," sagte er nach einer augenblicklichen Pause,„mein Bruder wäre Willens gewesen, seinen Günstling mitden reichen Besitzungen von Jvanhoe zu belehnen."
„Er belehnte ihn auch wirklich damit," entgegnete Cedric,