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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
158
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nahm einen Schrei der Angst, wenn vielleicht ein Liebhaber, ein Ge-mahl, ein Brnder in Gefahr kam, oder vom Rosse stürzte; doch imAllgemeinen feuerten die Damen die Kämpfenden an, und gabenihnen durch Klatschen und Zurufen ihren Beifall zu erkennen.

Daß die Männer noch großen, Antheil an dem Kampfe neh-men mußten, läßt sich leicht einsehen, daher denn auch die Luftvon dem Rufe;Tapfere Ritter, muthig gesuchten! Der Mannstirbt, aber sein Rnf lebt ewig! Tod ist besser als Niederlage!Fechtet, fechtet, wie es Männern ziemt, schöne Augen sehen EureThatcn!" fortwährend ertönte. Mitten unter den wechseln-den Erscheinungen des Gefechtes suchten jedoch aller Augen dieFührer der Parteien, die im dichtesten Gedränge ihre Gefährtendurch Ruf und Beispiel zu begeistern suchten. Beide verrichtetenheute große Thatcn, und weder der Eine noch der Andere fandin den feindlichen Reihen einen Kämpfer, der ihnen ganz gleichzu achten gewesen wäre. Sie versuchten unaufhörlich einanderim Gefechte persönlich zu begegnen, wohl wissend, daß der Falldes Einen als entschiedener Sieg für die entgegengesetzte Parteiwürde angesehen werden; doch aller Anstrengung ungeachtet,gelang ihnen dies im ersten Theile des Kampfes so wenig, daßsie wiederholt durch den Eifer ihrer Begleiter von einander ge-trennt wurden, indem diese eine ausgezeichnete Ehre darin setzten,sich mit dem Führer der feindlichen Partei zu messen.

Endlich aber, als das Feld freier wurde, trafen der Templerund der enterbte Ritter mit all der Wuth aufeinander, welchetödtlichcr Haß und flammender Ehrgeiz einzuflößen vermochten.Ihre Geschicklichkeit im Angriff und in der Vcrtheidigung war sogroß, daß dieZnschauer fortwährend und einstimmig ihre Freudeund Bewunderung laut werden ließen.

Jetzt aber befand sichdiePaiteidcsenterbtcn Ritters im Nach-theile. Der riesige Arm Front-de-Boenf's und die gewichtige