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wurde einer niedergeworfen, so daß er nicht wieder anfstehenkonnte, so durste sein Knappe oder Page in die Schrankentreten, um ihn aus dem Gedränge zu bringen ; doch in diesemFalle wurde er als besiegt angesehen, und Pferd und Rüstungwaren verfallen. Der Kampf sollte sogleich enden, wenn PrinzJohann mit seinem Stabe das Zeichen geben werde, damitdurch zu lange Fortsetzung des Gefechts nicht unnöthig zu vielBlut mochte vergossen werden. Jeder Ritter, der die Gesetzedes Turniers brechen oder auf andere Weise die Regeln desehrcnwcrthen Ritterthnms verletzen würde, sollte feiner Waf-fen beraubt, der Schild ihm umgekehrt, und er selber in sol-cher Stellung auf die Einfassung der Schranken gesetzt wer-den, um zur Bestrafung seines unritterlichen Benehmens zumallgemeinen Gelächter zu dienen. Nach Verkündigung dieserGesetze schlossen die Herolde mit einer Ermahnung an jedenguten Ritter, seine Schuldigkeit zu thnn, und nach der Gunstder Königin der Liebe und Schönheit zu streben.
Nach dieser Verkündigung zogen sich die Herolde auf ihrebestimmten Plätze zurück. Die Ritter, welche an jedem Endeder Schranken in langem Zuge cinzogen, ordneten sich in einedoppelte Reihe, eine der andern gegenüber- Der Führer jederPartei befand sich aber im Mittelpunkte der vordersten Reihe,doch nahm er diese Stelle nicht eher ein, als bis er jedemin seiner Schaar seine Stelle angewiesen hatte.
Es war ein schöner, aber zugleich auch ängstlicher Augen-blick, so manchen tapfer» Kämpfer, wohl beritten und reichbewaffnet, bereit zn sehen zu einem so furchtbaren Kampfe,fest in dem Sattel sitzend, gleich einer gegossenen Statue, unddas Zeichen zum Gefechte erwartend, mit eben der Ungeduld,wie das Ross, das mit dem Huf den Boden stampfte.
Die Ritter hielten ihre Lanzen gerade empor, und die