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nigin der Liebe und Schönheit unsere Unterwerfung, und füh-ren sie zu dem Throne, den sie heute cinnehmen soll! — La-dies, folgt Eurer Monarchin! wenn Ihr wünscht, einst durchgleiche Ehre ausgezeichnet zu werden!"
Mit diesen Worten führte der Prinz Rowena feierlich zudem Ehrensihe, dem seinigen gegenüber, indeß die schönstenund vornehmsten Damen sich dicht um sie her drängten, umihrer Königin so nahe als möglich zu stehen-
Kaum hatte Rowena Platz genommen, als Musik, mit demBeifallrnsc der Menge untermischt, sie in ihrer neuen Würdebegrüßte. Unterdessen strahlte die Sonne hell und stolz vonden schimmernden Waffen der Ritter auf beiden Seiten wie-der, die sich an den Enden der Schranken versammelt hatten,um sich über die beste Einrichtung der Schlachtlinie und dieFührung des Kampfes zu besprechen.
Hierauf geboten die Herolde Stillschweigen, bis man dieTurniergesehe verlesen habe. Diese waren zum Theil daraufberechnet, die Gefahren des Tages zu vermindern, eine Vor-sicht, die um so nöthiger schien, da der Streit mit scharfenSchwertern und spitzigen Lanzen sollte geführt werden.
Die Kämpfer durften daher die Schwerter auch nicht zumStoß, sondern nur zum Hieb gebrauchen. Ein Ritter konntesich auch nach Gefallen einer Streitaxt oder eines Kolbensbedienen, doch der Dolch war verboten. Ein des Pferdesberaubter Ritter konnte zu Fuß mit einem andern fechten, dochzu Pferde durfte ihn Niemand angreifen. Konnte ein Ritterden andern bis an die äußersten Enden der Schranken drängen,so daß er die Barriere mit seinem Körper oder mit den Waffenberührte, so mußte sich dieser als besiegt ergeben, und Pferdund Rüstung fielen dem Sieger zu. Ein so besiegter Ritterdurfte nicht weiter an dem Kampfe des Tages Theil nehmen;