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„Ja," entgegnete Jsaac, „aber wenn der Tyrann nun Be-schlag darauf legt, wie heute, und mich zwingt zu lächeln, in-dem er mich plündert. — O, Tochter! enterbt und unstät wiewir sind, ist doch das das größte Uebel, das unfern Stammbetrifft, daß alle Welt uns auslacht, wenn wir gemißhandeltmd geplündert werden; wir müssen unser erlittenes Unrechtvrrbeißen und geduldig lächeln, wo wir uns tapfer rächen sollten."
Während dieser Unterredung war es dunkel geworden, als einjüdischer Diener in's Zimmer trat, und zwei silberne Lampen mitwihlriechendem Oel auf den Tisch setzte. Die köstlichsten Weineurt> ausgesuchtesten Erfrischungen wurden zugleich von eineman-ern Diener auf einen kleinen elfenbeinernen, mit Silber aus-gebgten Tisch niedergesctzt; denn in ihren Häusern versagtensich die Juden keinen Aufwand. Der Diener meldete Jsaac zu-glech, daß ein Nazarener (so nannten die Juden die Christenrint« sich) ihn zu sprechen wünsche. Wer vom Handel lebt, mußimmp und für Jeden zu sprechen sein, der Geschäfte mit ihmmachn will. Jsaac setzte daher den schon erhobenen Becher mitgriechschem Weine wieder auf den Tisch, rief seiner Tochter zu:„VershleiereDich,Rebecca!"und ließ dann denFremden cintreten.
Gerade als Rebecca einen Schleier von Silbergaze, der ihrbis zuden Füßen reichte, über ihr schönes Gesicht hatte fallenlassen, iffnete sich die Thür und Gurth trat herein, in seinenweiten wrmännischen Mantel gehüllt. Sein Aeußeres hatte eheretwas Vrdächtiges, als Einnehmendes, zumal da er die Mütze,statt sie rbzunchmen, noch weiter in's Gesicht zog.
„BistDu Jsaac, der Jude von Jork?" fragte Gurth insächsischerSprache.
„Der in ich," erwiederte der Jude in derselben Sprache(denn seinverkehr hatte ihm jede damals in England geredeteSprache giäufig gemacht) — „und wer bist Dn?"