128
durch den glücklichsten Kämpfer und seine erwählte Königin derSchönheit."
Mit diesen Worten verließ er nebst seinem glänzenden Ge-folge dieSchranken, und das war denndasZeichenzum Aufbruchund zur Zerstreuung für sämmtliche Zuschauer.
Indes; hatte Prinz Johann mit dem, beleidigtemStolze eigenenrachsüchtigenGedächtnisse,besonders wenn es sich mit dcmBewußt-sein vereinigt, daß es unverdient ist, kaum einige Schritte gethan,als er, sich umschend, das Auge voll düstern Zornes auf dem Land-manne ruhen ließ, der ihm den ersten Theil des Tages so sehr miß-fallen hatte, und den Bewaffneten, die bei ihm waren, den Befehlzurief: „Bei eurem Leben, laßt mir den Kerl nicht entschlüpfen!"
Der Landmann stand, den glühenden Blick auf den Prinzengeheftet, mit derselben unveränderlichen Festigkeit da, die sein frü-heres Benehmen bezeichnet hatte, und sagte mit Lächeln: „Ich ge-denke überdies Ashby nicht vor übermorgen zu verlassen; ich mußdoch sehen wieStaffordshire und Leicestershire ihre Bogen spannen— Needwood und Charnwood müssen auch gute Schützen liefern."
„Und ich," sagte Prinz Johann zu seinem Gefolge, ohne ge-radezu aufJenes zuantworten— „ich will sehen,wie er seinen ei-genen Bogen spannt; und wehe ihm, wenn seine Geschicklichkeitnicht einigermaßen seine Ungeschliffenheit entschuldigt."
„Es ist hohe Zeit," sagteBracy, „daß die outre-euklsnee diesesLandvolks durch ein auffallendesB eispiel im Zaum gehalten wird."
Waldemar Fitzurse, der vermuthlich meinte, daß sein Herrnicht den geradesten Weg zur Bvlksgunst einschlüge, zuckte dieSchultern und schwieg- Prinz Johann zog sich aus den Schran-ken zurück, und nun wurde die Zerstreuung des Volkes allge-mein. Der enterbte Ritter aber blieb die Nacht in einem Zelt inder Nähe der Schranken.