Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Zehntes Kapitel.

De,» Naben gleich, der Unheil uns verkündet,De», Kranken schon die Tvdtenglvcke läutet,

Und in de», dunklen Schatten stiller NächteAnsteckung von den schwarzen Flügeln schüttelt.Verwirrt und ängstlich eilet BarrabasMit drohenden Flüche» hin zu diese» Christen.

Der Jude von Malta.

Kaum war der enterbte Ritter in sein Zelt getreten, alsKnappen und Pagen in Menge ihm ihre Dienste anboten, ihmdie Rüstung abzunehmen, ihm einen andern Anzug zu reichenund die Erfrischung des Bades anznbieten. Ihr Eifer wurdevielleicht durch die Neugierde erhöht, denn Jeder war begierigzu erfahren, wer denn eigentlich der Ritter sei, der so vieleLorbeeren geerntet und sich doch geweigert hatte, das Visir zuöffnen, oder seinen Namen zu nennen. Allein diese dienstfer-tige Nengicr wurde diesmal nicht befriedigt. Der enterbteRitter lehnte alle Unterstützung ab, außer der seines eigenenKnappen, eines finster aussehenden Mannes, der, in ein dun-kelfarbiges, schlechtes Gewand gehüllt, und Kopf und Gesichtzur Hälfte i» eine normannische Mühe von dunklem Pelzwerkbegraben, seine Verkleidung eben so streng behaupten zu wollenschien, als sein Herr selbst. Nachdem sich alle klebrigen ansdem Zelt entfernt hatten, nahm ihm sein Diener die drückend-sten Theile seiner Rüstung ab, und schte ihm'Wein und Speisevor, welche ihm die Anstrengungen des Tages höchst annehm-lich machten.

Jvanhoe. I.

s