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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
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den Tage verteilen könnte. Als der Ritter daher im -weite»Umgang nm die Schranken an ihm vorüberkam, machte er einZeichen mit dem Stabe, worauf sich jener sogleich nach demThron wandte, und während er die Lanze bis auf einen Fußvom Boden senkte, das feurige Roß aus der vollen Bewe-gung zur Ruhe einer Bildsäule zu bringen wußte.

Herr enterbter Ritter," sagte Prinz Johann,denn nurmit diesem Titel können wir Euch anreden, es ist jetzt EnrePflicht, sowie Euer Vorrecht, die schöne Dame zu ernennen,welche als Königin der Ehre und Schönheit bei der Festlich-keit des nächsten Tages den Vorsitz führen soll. Wenn Ihr,als Fremder in unserm Lande, des Urtheils Anderer bedürfensolltet, um das Eurige zu leiten, so können wir Euch nur sa-gen, daß Alicia, die Tochter unseres tapfer» Ritters Walde-mar Fiyurse, an unserm Hofe längst als die erste Schönheitanerkannt ist. Dennoch ist es Euer unbczweifeltcs Vorrecht,diese Krone zu verleihen, wem Ihr wollt, durch deren Ueber-licfcrnng an die Dame Eurer Wahl, die Königin ans morgenförmlich bestimmt ist. Erhebt Enre Lanze."

Der Ritter gehorchte, und Prinz Johann steckte an dieSpitze derselben eine Krone von grünem Seidenzeng, von ei-nem goldenen Reife eingefaßt, dessen oberer Rand mit Pfeil-spitzen und Herze» beseht war, welche so abwechselnd standen,wie die Blätter und Kugeln auf einer Herzogskronc.

Zu dem deutlichen Winke hinsichtlich Waldemar Fihurse'sTochter hatte Johann mehr als einen Beweggrund, die alleaus einem Gemüthe entsprungen waren, welches eine seltsameMischung von Sorglosigkeit und Anmaßung mit niedrigen Kunst-griffen und Verschlagenheit darstclltc. Er wünschte aus derErinnerung der Ritter, die ihn umgaben, den unpassenden undunschicklichen Scherz hinsichtlich der Jüdin Rebecca zu verbau-