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„Dann nehmt Eure Stelle in den Schranken ein/' sagteBois-Guilbert, „und seht Euch noch zum letztenmal die Sonnean; denn diese Nacht werdet Ihr im Paradiese schlafen."
„Großen Dank für Deine Höflichkeit," versetzte der ent-erbte Ritter, „und um sie zu vergelten, rathe ich Dir ein fri-sches Pferd und eine neue Lanze zu nehmen, denn bei meinerEhre, Du wirst Beides nölhig haben."
Nachdem er sich so zuversichtlich ausgesprochen hatte, lenkteer sein Pferd wieder die Anhöhe hinunter, die er erstiegenhatte, und dann durch die Schranken zurück bis an's nörd-liche Ende derselben, wo er in Erwartung seines Gegnershalten blieb. Diese Geschicklichkeit im Reiten verschaffte ihmwieder den Beifall der Menge.
So aufgebracht auch Brian de Bois-Guilbert gegen seinenGegner wegen de.r Vorsichtsmaßregeln war, die er ihm anempfoh-len hatte, so vernachlässigte er doch seinen Rath nicht; dennseine Ehre stand in zu großer Gefahr, als daß er irgend einMittel hätte versäumen sollen, welches ihm den Sieg überseinen kühnen Gegner hätte verschaffen können. Er vertauschtesein Pferd gegen ein frisches von erprobter Stärke und Muth.Er wählte eine neue Lanze von zähem Holze, aus Furcht, derSchaft der vorhergebrauchten möchte bei den früheren Kämpfengelitten haben. Endlich legte er seinen Schild weg, der einwenig beschädigt war, und ließ sich einen andern von seinenKnappen geben. Sein erster Schild hatte nur eine allgemeineDevise an sich getragen, zwei Ritter vorstellend, die auf einemPferde saßen, womit die ursprüngliche Demuth und Armuthder Templer sollte dargestellt werden, Eigenschaften, die sielängst gegen Anmaßung und Reichthnm vertauscht hatten,und welche ihren endlichen Untergang veranlaßten. Bois-Guilberts neuer Schild hatte als Devise einen Raben in
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