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gerüsteten Mann beurtheilen konnte, war der nene Abenteu-rer nicht viel über mittlere Größe, und schien eher schlank alsstark gebaut zu sein. Seine Rüstung war von Stahl, reichmit Gold ausgelegt, und die Devise aus dem Schilde war einjunger Eichbaum, der mit der Wurzel ausgeriffen wird, mitdem spanischen Worte Nesüiclmüo, der Enterbte. Er rittein muthiges schwarzes Roß, und auf dem Wege durch dieSchranken begrüßte er anmuthig die Damen, indem er seineLanze senkte. Die Gewandtheit, womit er sein Roß regierte,und etwas von jugendlicher Grazie, die er in seinem Beneh-men zeigte, gewannen ihm die Gunst der Menge, welche ei-nige von den nieder» Elasten in Worten ausdrückten, indemsie ihm zuriefen: „Berührt Ralph de Vipont's Schild — be-rührt des Hospitaliters Schild; er sitzt am wenigsten sicherim Sattel, und da kommt Ihr am wohlfeilsten davon."
Bei diesen wohlgemeinten Winken zog der Reiter weiter,erstieg die Platform vermöge des aufwärts gehenden Weges,der von den Schranken dorthin führte, ritt zum ErstaunenAller gerade auf das mittlere Zelt zu und schlug mit demscharfen Ende seiner Lanze den Schild des Brian de Bois-Guilbert, so daß er laut ertönte. Alle standen erstaunt dawegen dieser Kühnheit, und keiner mehr, als der Gefürchteteselber, den er so zum tödtlichen Kampfe herausgefordert hatte,und der, eine so rauhe Forderung nicht erwartend, sorglosan der Thür seines Zeltes stand.
„Habt Ihr gebeichtet, Bruder?" fragte der Tempelherr,„und habt Ihr diesen Morgen die Messe gehört, daß Ihr sokühn Euer Lebe» wagt?"
»Ich bin besser auf den Tod vorbereitet als Du," ant-wortete der enterbte Ritter, denn unter diesem Namen hatteder Fremde sich in das Turnicrbuch eintragcn lassen.