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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
110
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Es schien als wolle Niemand weiter den Kampf erneuern. DieZuschauer murrten unter einander, denn unter den Ausfordcrernwaren Malvoisln und Front-de-Boeuf wegen ihres Charaktersbeim Volke nicht beliebt, und die Andern waren cs nicht alSFremde und Ausländer-

Keiner abcrempfand das Gcfühldes allgemeinen Mißvergnü-genstiefer als Cedric dcrSachse, der in jedem erneuertenTrinmpheder Normänner einen wiederholten Sieg über Englands Ehre sah.Seineeigene Erziehung hatte ihm keine Geschicklichkeitin de» Rit-terspielen verliehen, ob er gleich mit den Waffen seiner sächsischenVorfahren sich bei manchen Gelegenheiten als einen tapfer» undentschlossenen Krieger bewiesen hatte. Aengstlich blickte er aufAthelstane, der die Vorzüge seiner Zeit sich zu eigen gemacht hatte,gleich als wünsche er, dieser möchtedoch einen Versuch machen, denSieg wieder zu erringen, der jetzt in die Hände des Tempelherrenund seiner Gefährten gekommen war, allein, obgleich wacker anMuth und kräftig von Person, hatte Athelstane doch eine großeNeigung zur Unthätigkeit,nnd war z» wenig ehrgeizig, um solcheVersuche zu machen, wie Cedric von ihm zu erwarten schien.

Der Tag ist gegen England, Mylord," sagte Cedric mit aus-drucksvollem Tone,fühlt Ihr keine Neigung die Lanze zu er-greifen ?"

Morgen," versetzte Athelstane,morgen will ich mich indas mölee mischen; heute ist's nicht der Mühe werth, michzu waffnen."

Zweierlei mißfiel Cedric in dieser Rede. Sie enthielt das nor-männische Wortmöleefum den allgemeinen Kampfauszndrücken),und dann verricth sich darin einegewisse Gleichgültigkeit gegendieEhre des Vaterlandes- Doch sie kam von Athelstane, und den hielter so hoch, daß er auch seine Schwächen nicht zu tadeln wagte- Auchhatte er nicht Zeit eine Bemerkung zn machen, denn Wamba fiel