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versammelt waren, wagte keiner der habsüchtigen oder bösar-tigen Adeligen ihm etwas zu Leide zn thun. Bei solchen Ver-sammlungen standen die Juden unter dem Schuhe des allge-meinen Gesetzes; und wenn das eine schwache Bürgschaft war,so fanden sich doch gewöhnlich unter den versammelten Perso-nen einige Barone, die aus eigennützigen Beweggründen be-reit waren, als ihre Beschützer aufzutreten. Bei gegenwärtigerGelegenheit empfand Jsaac mehr als gewöhnliche Zuversicht,da er wußte, daß der Prinz Johann eben im Begriff sei, einebedeutende Anleihe bei den Inden von Ijork zu mache» undihnen dafür gewisse Juwelen und Ländereien zn verpfänden.Jsaac's eigener Antheil bei diesen Verhandlungen war beträcht-lich, und er wußte sehr wohl, daß des Prinzen lebhafter Wunsch,die Anleihe zu Stande zu bringen, ihm in dieser schwierigenLage seinen Schutz sichern werde.
Kühn gemacht durch diese Rücksichten, verfolgte der Jude sei-nen Zweck und drängte den normännischcn Christen, ohne aufseine Abkunft, seinen Rang und seine Religio» zu achten. DieKlagen des alten Mannes erregten indeß den Unwillen der Um-stehenden. Einer von diesen, ein rüstiger, wohlgebauter Land-mann in grüner Kleidung, der zwölfPfeile in seinem Gürtel hatte,ein Schwcrtgehenk mit einem silbernen Schilde trug und einensechs Fuß langen Bogen in der Hand hielt, wendete sich raschum, und während sein Gesicht, welches vom Wetter so braun,wie eine Haselnuß geworden war, vor Aerger dunkler wurde,ricth er dem Juden zu bedenken, daß aller Reichthum, den ererlangt habe, indem er seinen unglücklichen Schlachtopfern dasBlut ansgesogen, ihn nur angeschwellt habe wie eine vollgeso-gene Spinne, die man übersehen könne, so lange sie sich in derEcke halte, die man aber zertreten werde, sobald sie sich an's Lichtwage. Diese Andeutung, mit fester Stimme und finsterm Ausdruck