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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
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gerüstet, an den Schranken auf- und niedcrritten, um die guteOrdnung unter den Zuschauern aufalle Weise aufrecht zu erhalten.

Nach und nach wurden die Gallerien mit Rittern und Edlenin ihren Friedcnsgewändern angefüllt, deren lange und reichge-färbte Mäntel zu den bunteren nnd glänzenderen Kleidungen derDamen einen Gegensatz bildeten, die sich in noch größerer An-zahl zu einem Schauspiel drängten, welches man für zu blutigund gefährlich hätte halten sollen, um ihrem Gcschlechte vielVergnügen zu gewähren. Der niedrigere und innere Raumwar bald von wohlhabenden Landleuten und Bürgern, sowievon denjenigen Mitgliedern des niedern Adels angefüllt, dieaus Bescheidenheit, Armuth oder wegen zweifelhaften Rufeskeinen Hähern Platz cinznnehmen wagten- Unter diesen fandennatürlich die meisten Streitigkeiten wegen des Vorranges statt.

Ungläubiger Hund!" rief ein alter Mann, dessen abgetra-gener Mantel von seiner Armuth, sowie sein Schwert undDolch und goldene Kette von Anspruch auf hohen Rang zeug-teninfamer Hund! wagst Du einen Christen zu drängen,einen normännischcn Edelmann von dem Blute der Montdidier ?"

Diese rauhe und heftige Äußerung war an Niemand an-ders gerichtet, als an unfern Bekannten, den Inden Jsaac,welcher reich, ja prächtig gekleidet in einen Mantel mit Spitzenbesetzt nnd mit Pelzwerk gefüttert, versuchte in der vorderstenReihe unter der Gallerie für seine Tochter, die schöne Rebecca,einen Platz zu erhalten. Diese hatte ihn zu Ashby getroffenund hing jetzt an ihres Vaters Arm, nickt wenig erschrockenüber das allgemeine Mißfallen, welches durch ihres Vaters un-gewöhnlich kühnes Benehmen war erregt worden. Aber Jsaac,obgleich wir ihn bei andern Gelegenheiten furchtsam genug ge-sehen haben, wußte wohl, daß er gegenwärtig nichts zu fürch-ten habe. Bei öffentlichen Lustbarkeiten, oder wo ihres Gleichen