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Verfolgung an. Es ist eine wohlbekannte Geschichte von KönigJohann, daß er einen reichen Juden in einem seiner königlichenSchlösser gefangen hielt und ihm täglich eincnZahn ausziehrn ließ,bis der unglückliche Israelit endlich, als seine Kinnbacken halb ge-leert waren, cinwilligte, eine große Summe zu zahlen, die derTyrann von ihm zu erpressen beabsichtigte. Das wenige baareGeld, welches sich im Lande befand, war größtentheils im Besitzdieses verfolgten Volkes, und der Adel trug kein Bedenken, demBeispiele ihres Oberherrn zu folgen, es ihnen durch jede Art desDrucks und selbst durch Anwendung der Tortur abzuzwacken.Doch der passiveMnth, den die Gewinnsucht denJuden einflößte,setzte sie in den Stand, den verschiedenen Nebeln, denen sie un-terworfen waren, in Berücksichtigung der großen Schätze zutrotzen, die sie in einem von Natur so reichen Lande, wi. England,zu sammeln vermochten. Ungeachtet jederArt der Entmnthignngund selbst trotz dem besonders für die Juden eingesetzten Taxa-tionsgerichte, welches denZweck hatte, sie zu plündern und aus-zusaugen, sammelten dieJnden ungeheure Summen, die sic durchWechsel unter sich in Umlauf zu setzen wußten — eine Erfindung,die der Handel, wie man sagt, ihnen verdankt, und welche sie inden Stand setzte, ihren Rcichthnm von einem Lande zum an-dern zu übertragen, damit, wenn ein Land von Verfolgung be-droht wurde, ihre Schätze in einem andern sicher sein möchten.
Da die Hartnäckigkeit und der Geiz der Juden so gewissermaßendem Fanatismus und der Tyrannei ihrer Peiniger entgegengesetztwaren, so schienen dieselben im Verhältnis' der Verfolgung zuzu-nehmen, welcher sic unterworfen waren, und der ungeheure Reich-thum, den sic sich im Handel erwarben, während er sie häufig inGefahr brachte,wurde zu andern Zeiten angewcndct,ihrcnEinflußauszudchncn und sich einen gewissen Schuh zu sichern- Unter die-sen Verhältnissen lebten sie, und ihr Charakter, darnach bestimmt,