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„Heiliger Vater!" crwiederte der Jude, „wer kann denn einenVortheil davon haben, einen armen Inden in Gefahr zu bringen?"
„Das mögt Ihr selber crrathen," antwortete der Pilger;„aber so viel ist gewiß, als gestern Abend der Templer aus derHalle ging, sagte er zu seinen Türkensclave» in saraccnischerSprache, die ich sehr wohl verstehe, sie sollten dem Juden mor-gen unterwegs in einiger Entfernung von dieser Wohnung auf-passen, ihn ergreifen und auf das Schloß des Philipp deMalvvisin oder des Reginald Front de Boenf bringen!"
Unbeschreiblich war der Schreck, der sich jetzt des Inden be-mächtigte und alle seine Glieder zu lähmen schien. Die Arme fie-len ihm kraftlos herab, der Kopf sank auf die Brust, die Knieebogen sich unter der Last des Körpers, jeder Nerv und Muskelseiner Gestalt schien ihm den Dienst zu versage»; so sank er demPilger zu Füßen, gleich einem Menschen, der von unsichtbarerGewalt niedergeworfen wird, und keines Widerstandes fähig ist.
„Heiliger Gott Abrahams!" rief er endlich aus, indem erseine runzligen Hände gefaltet emporhielt, ohne jedoch dasgraue Haupt vom Boden zu erheben. O heiliger Moses!O gesegneter Aaron! ich habe doch nicht umsonst geträumt!Ich fühle ihre Eisen schon meine Adern zerreißen, ich fühleihre Folterinstrumente über meinen Körper gehen, wie dieSägen und eisernen Eggen über die Männer von Rabbahund die Städte der Kinder von Ammon gingen."
„Steh auf, Jsaac!" sagte der Pilger, der den Juden mitMitleid und Verachtung zugleich betrachtete, steh auf und höremich an! Du hast freilich alle Ursache zu erschrecken, wenn Dubedenkst, wie Fürsten und Edle Deine Brüder behandelt haben,um von ihnen ihre Habseligkcitcn zu erpressen, aber stehe auf, undich will Dir das Mittel zeigen zu entkommen. Verlaß das Hausaugenblicklich, während die Bewohner desselben noch im festen