Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
75
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Schlafe liegen. Ich führe Dich auf geheimen Wegen des Waldes,die mir so gut bekannt sind wie einem Jäger, und Eerde Dichnicht eher verlassen, als bis ich Dich unter dem Schuhe einesRitters oder Barons weiß, der zum Turniere zieht, und dessenguten Willen zu erkaufen Du wahrscheinlich die Mittel besitzest."

Als Jsaac von der Hoffnung zu entkommen horte, fing er ansich Zoll für Zoll vom Boden zu erheben, bis er endlich gerade aufseinen Füßen stand, das lange graue Haar und den grauen Bartzurückstreichend, und seine stieren schwarzen Augen fest auf denPilger heftend, mit einem Blicke, worin sich Hoffnung und Furchtmit einer Mischung von Argwohn zeigte. Allein als er denSchluß der obigen Rede vernahm, schien sein ursprünglicherSchreck mit aller Gewalt zurückzukehren, und er fiel noch einmalauf sein Gesicht, indem er ausrief:Ich, die Mittel besitzen, denguten Willen zu erkaufen! Es gibt ja nur einen Weg zur Gunsteines Christen, und wie mag den ein armer Jude finden, dendie Erpressungen schon oft zum Elende eines Lazarus gebrachthaben?" Dann rief er plötzlich aus, als ob der Argwohn alleandern Empfindungen in ihm unterdrückt hätte:Um Gottes wil-len, junger Mann, betrügt mich nicht! Um des großen Vaterswillen, der »ns alle geschaffen hat, Heiden und Israeliten undJsmaeliten, spinnt mir keinen Verrath! Ich habe durchaus keineMittel, den guten Willen selbst eines christlichen Bettlers zu beloh-nen, und schlüge er den Werth desselben auch nur zu einem Pfennigan." Bei diesen Worten stand er auf und faßte des Pilgers Man-tel mit dem Ausdruck der dringendsten Bitte an. Der Pilger abermachte sich los, als werde er von dieser Berührung verunreinigt.

Und wärest Du mit allen Schätzen Deines Stammes be-laden," sagte er,was könnte es mir helfen, Dich zu plün-dern? In dieser Kleidung bin ich der Armuth geweiht, undich vertausche sie um nichts, als um ein Roß und einen Pan-