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sagte er zu dem Fackelträger, „führe den Pilger in die südlicheZelle. — Ich wünsche Euch gute Nacht, Herr Pilger," setzteer hinzu, „und wenig Dank für Eure kurze Höflichkeit."
„Gute Nacht, und den Segen unserer heilige» Jungfrau!"sagte der Pilger mit Fassung, und sein Führer ging weiter.
In einem kleinen Vorzimmer, in das mehrere Thürenführten, und welches von einer kleinen eisernen Lampe erleuch-tet war, wartete ihrer eine zweite Unterbrechung von derersten Zofe der Lady Rowena, die in gebietendem Tone sagte,daß ihre Herrin mit dem Pilger zu sprechen wünsche, woraufsie Anwold die Fackel aus der Hand nahm und dem Pilgerein Zeichen gab, ihr zu folgen. Dem Anscheine nach hielt ercs nicht für passend, diese Einladung abzulehncn, wie er beider früheren gctha»; denn wenn auch seine Geberde einigesErstaunen über diese Aufforderung ausdrückte, so gehorchteer doch ohne Antwort oder Einwendung.
Ein kurzer Gang und eine Treppe von sieben Stufen, wo-von Beides aus festem Eichenholz bestand, führte sie zu demZimmer der Lady Rowena, dessen rohe Pracht der Achtung an-gemessen war, die der Herr des Hauses ihr zollte. Die Wändewaren mit gestickten Teppichen behängt, worauf in verschieden-farbiger Seide mit Gold- und Silberfadcn durchwebt, und mitaller Kunst, deren jenes Zeitalter fähig war, Sccnen der Jagdund Falkenbeize vorgestellt waren. Das Bett war mit den-selben reichen Teppichen geschmückt, und mit purpurnen Vor-hängen umgeben. Auch die Sessel hatten gestickte Ueberzüge,wovon einer, höher als die übrigen, mit einem Fußschemelvon künstlich ausgeschnitztem Elfenbein versehen war.
Nicht weniger als vier silberne Candelaber, worauf großeWachskerzen brannten, dienten zur Beleuchtung dieses Zimmers.Doch möge keine heutige Schöne der angelsächsischen Prinzess