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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
49
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Dame des Hauses bestimmt war. Alle standen auf, um sie zubegrüßen, und diese Höflichkeit mit einer stummen Verbeugungcrwiedcrnd, bewegte sie sich anmuthsvoll weiter, um ihren Patzan der Tafel einzunehmeu. Ehe sie noch Zeit hatte, dies zuthun, flüsterte der Templer dem Prior zu:Ich werde keingoldenes Halsband von Euch beim Turnier tragen. Der Chios-Wein ist Euer."

Sagteich es nicht?" antwortete der Prior;aber mäßigtEuer Entzücken, der Freisasse beobachtet Euch."

Ohne auf diese Vorstellung zu achten, und gewohnt, alleinnach dem unmittelbaren Antriebe seiner Wünsche zu handeln,heftete Brian de Bois-Guilbert seine Augen beständig auf dieangelsächsische Schöne, die seiner Phantasie vielleicht darumdesto auffallender war, weil sie sich so sehr von den orientali-schen Sultaninneu unterschied.

Nach den besten Proportionen ihres Geschlechts gebildet,war Rowena groß von Statur, doch nicht so groß, daß siedeshalb die Aufmerksamkeit auf sich zog. Ihre Gesichtsfarbewar außerordentlich zart und weiß; doch die edle Bildungihres Kopfes und ihrer Züge schlossen den einfältigen Aus-druck aus, der zuweilen Schönheiten dieser Art eigen ist.Ihr klares blaues Auge, welches unter den anmuthigenBrauen von brauner Farbe lag, stark genug bezeichnet, umder Stirn Ausdruck zu verleihen, schien gleich fähig zu ent-zünden und zu schmelzen, zu gebieten und zu flehen. WennMilde der natürlichere Ausdruck einer solchen Combination derGesichtszüge war, so konnte man doch nicht umhin zu bemerken,daß die Ausübung gewohnter Hoheit und die allgemeine Hul-digung der angelsächsischen Schönen einen erhabener» Charak-ter verliehen habe, als ihr von Natur gegeben worden war.Ihr üppiges Haar, von einer Farbe zwischen braun und flachs-

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