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Wildmeister ihn anzurühren wagen, so will ich ihm das Bo-genschießen verleiden. Der Fluch eines Feiglings über meinHaupt, wenn ich ihm nicht den Vorderfinger seiner rechtenHand abschlage! — Er soll keine Bogensehne mehr spannen.— Ich bitte um Verzeihung, meine würdigen Gäste. Ich binhier von Nachbarn belagert, die Euren Ungläubigen im ge-lobten Laude gleichkommen, Herr Ritter. Aber Eure frugaleSpeise steht vor Euch; eßt, und laßt den freundlichen Will-kommen die kärgliche Bewirthung verbessern."
Das Mahl, welches auf dem Tische stand, bedurfte indeßkeiner Entschuldigung von Seiten des Hausherrn. Schweine-fleisch, ans verschiedene Art zubereitet, zeigte sich auf demniedrigen Theile der Tafel, sowie auch Geflügel, Wildpret,Ziegen und Hasen, verschiedene Arten von Fischen, nebst un-geheuren Broden, Kuchen und verschiedenen Gebäcken vonFrüchten und Honig. Die kleineren Arten von wildem Geflü-gel, welche im Ueberfluß da waren, wurden nicht ans Tellernservirt, sondern auf kleinen hölzernen Spießen hereingebrachtund von den Pagen und Bedienten, welche sie trugen, allenGästen nach der Reihe angebotcn, die so viel davon Abschnit-ten, als ihnen gefiel. Neben jeder Person von Rang undWürde stand ein silberner Becher, und die untere Tafel warmit großen Trinkhörncrn versehen."
Als das Mahl beginnen sollte, erhob plötzlich der Haushof-meister seinen Stab und sagte laut: „Habt Acht! — Platz für dieLady Rowcna!" Jetzt öffnete sich eine Seitenthür am obern Endeder Halle hinter der Tafel, und Rowena, von vier Dienerinnenbegleitet, trat in's Gemach. Cedric, obgleich nicht ganz ange-nehm überrascht, weil seine Mündel sich bei dieser Gelegenheit öf-fentlich zeigte, eilte ihr entgegen und führte sie mit respektvollemCeremoniel zu dem crhvheten Sitze zu seiner Rechten, der für die