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„Vorher laß Deine Weisheit mir sagen," fiel Wamba ein,„ist es recht und vernünftig, eine Person für den Fehler einerandern zu bestrafen?"
„Gewiß nicht, Narr," antwortete Cedric.
„Warum willst Du denn Gurth in Kelten legen, Onkel,wegen des Fehlers seines Hundes Packan? Denn ich willschwören, wir verloren keine Minute unterwegs, als wir un-sere Heerde beisammen hatten, was Packan nicht eher gelang,als bis wir die Abendglocke hörten."
„Dann hänge Packan," sagte Cedric, indem er sich hastigzu dem Schweinehirten wendete, „wenn er die Schuld hat,und schaffe Dir einen andern Hund an."
„Mit Vergnnst, Onkel," sagte der Possenreißer, „das wäreauch noch etwas linksab von der Gerechtigkeit, denn cs warnicht Packan's Schuld, daß er lahm ist und die Heerde nichtzusammentreiben konnte, sondern die Schuld derjenigen, dieihm zwei von seinen Vorderzehen abschnitten, eine Operation,in welche der arme Kerl, wenn man ihn deßhalb befragt hätte,gewiß nicht wurde eingemilligt haben."
„Und wer wagte ein Thier zu lähmen, welches meinenLeibeigenen gehört?" sagte der Sachse mit entflammter Wuth.
„Ei, das that der alte Hubert," sagte Wamba, „Sir Phi-lipp de Malvoisin's Wildmcister. Er fing Packan auf, als erim Walde umherlief und sagte, er jage Wild und verletze dasJagdrecht seines Herrn."
„Der böse Feind hole Malvoisin," antwortete der Sachse,„und seinen Wildmeister dazu! Ich will ihnen beweisen, daßmir das Jagdrccht so gut zusteht, wie ihnen. — Aber genugdavon. Geh, Bursche, geh an Deinen Platz — und Du,Gurth, schaffe Dir einen andern Hund an, und sollte der