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14 (1851) Ivanhoe
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würdevoller Gastfreiheit, stieg von der Erhöhung herunter,ging drei Schritte auffle zu und erwartete dann ihre Annäherung-

„Es thut mir leid, ehrwürdiger Prior," sagte er, „daß einGelübde mich bindet, nicht weiter als drei Schritte über diesenFußboden meiner Väter zu gehen, selbst um solche Gäste wieIhr und dieser tapfere Ritter des heiligen Tempels zu empfan-gen. Aber mein Haushofmeister hat Euch bereits die Ursachemeiner anscheinenden Unhöflichkeit anseinandergeseht. Ich bitteEuch auch, mich zu entschuldigen, daß ich in meiner Mutter-sprache zu Euch rede, und daß Ihr mir in derselben antwor-tet, wenn Eure Kenntniß derselben es gestattet, wenn nicht,so verstehe ich hinlänglich Normannisch, um folgen zu können."

„Gelübde," sagte der Abt, „müssen gelöst werden, würdigerFreisasse, oder erlaubt mir vielmehr zu sagen, würdiger Than,obgleich der Titel veraltet ist. Gelübde sind die Bande, dieuns an den Himmel binden — sie sind die Stricke, welche dasOpfer an die Hörner des Altars befestigen — und müssendaher — wie ich schon vorher sagte — gelöst und erfülltwerden, wenn nicht unsere heilige Kirche das Gegentheil aus-spricht. Und was die Sprache betrifft, so unterhalte ich michgerne in derjenigen, welche meine verehrte Großmutter, Hildavon Middleham, redete, die im Geruch der Heiligkeit starb,und, wenn ich es zu sagen wagen darf, ihrer ruhmvollenNamensschwester, der gesegneten Heiligen Hilda von Whitby,deren Seele Gott gnädig sein wolle, wenig nachstand!"

Als der Prior diese begütigend sein sollende Anrede ge-endet hatte, sagte sein Begleiter kurz und mit Nachdruck: „Ichrede stets französisch, die Sprache König Richard's und seinerEdlen; doch verstehe ich Englisch genug, um mich mit den Ein-gebornen des Landes verständigen zu können."

Cedric warf dem Redenden einen jener hastigen und un-