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Deine Lady Rowena wissen, daß wie sie diesen Abend nicht inder Halle erwarten, es sei denn ihr besonderer Wunsch."
„Aber es wird ihr besonderer Wunsch sein," antworteteElgitha vorlaut, „denn sie ist stets begierig, die neuesten Nach-richten a»S Palästina zu hören."
Cedric warf dem Mädchen einen zornigen Blick zu; aberRowena, und Alles, waS ihr angehörte, war vor seinem Zornesicher. Er antwortete nur: Still, Mädchen; Deine Zunge eiltDeiner Klugheit vorbei- Sage Deiner Herrin meinen Auftrag,und laß sie thun, was sie will. Hier wenigstens herrscht der,Abkömmling Alfred's noch als Fürstin." Elgitha verließ daSZimmer.
„Palästina!" wiederholte Cedric; „Palästina! Wie vieleOhren horchen den Erzählungen, welche ausgelassene Kreuz-fahrer, oder heuchlerische Pilger aus jenem unheilvollen Landemitbringen! Auch ich möchte fragen — auch ich möchte nach-forschen — auch ich möchte mit klopfendem Herzen den Fabelnhorchen, welche ränkcvolle Landstreicher erfinden, um unsereGastfreundschaft damit zu erkaufen — aber nein — der Sohn,der mir ungehorsam gewesen, ist nicht mehr der meinige;auch will ich mich nicht wehr um sein Schicksal bekümmern,als um das des Unwürdigsten unter den Millionen, die jedas Kreuz auf ihre Schulter hefteten, sich in Ausschweifungenund Blutschuld stürzten, und es Erfüllung dcS Willens Got-tes nannten."
Er zog seine Brauen zusammen und heftete seine Au-gen eine Secunde auf den Boden; als er sie wieder erhob,wurden die Flügelthüren am untern Ende der Halle geöffnet,und unter Vortritt des Haushofmeisters mit seinem Amtsstabeund von vier Dienern mit brennenden Fackeln, traten dieGäste in den Saal.