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14 (1851) Ivanhoe
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ten, in Schrecken zu setzen und bis an den Rand des Ver-derbens zu verfolgen.

Ein Umstand, der sehr dazu diente, die Tyrannei des Adelsund die Leiden der niedern Claffen zu erhöhen, rührte von denFolgen der Eroberung Wilhelm's, Herzogs der Normandie, her.Vier Menschenalter hatten noch nicht hingcreicht das feind-selige Blut der Normannen und Angelsachsen zu verschmelzen,oder durch gemeinschaftliche Sprache und wechselseitige Interes-sen zwei feindliche Geschlechter zu vereinen, von denen daseine noch immer die Erhebung des Triumphes fühlte, währenddas andere unter den Folgen der Niederlage seufzte. Die Machtwar gänzlich in den Händen des normännischen Adels, in Folgeder Schlacht bei Hastings, und wie unsere Geschichtschreiberversichern, wurde dieselbe nicht mit milder Hand geübt. Dasganze Geschlecht der angelsächsischen Fürsten und Edeln warmit wenigen Ausnahmen ausgerottet oder aus seinem Erbeverdrängt; auch war die Anzahl derer nicht groß, welche indem Land ihrer Väter Besitzungen der zweiten oder einer nochniedrigern Claffe besaßen. Schon längst war die königlichePolitik dahin gerichtet gewesen, durch gesetzliche oder ungesetz-liche Mittel die Stärke eines Theils der Bevölkerung zu schwä-chen, von der man annehmen konnte, daß sie den am meisteneingewurzelten Widerwillen gegen ihre Besieger hege. AlleMonarchen vom normännischen Stamme hatten die unverkenn-barste Vorliebe für ihre normännischen Unterthanen gezeigt;die Jagdgesetze und viele andere, gleich unbekannt dem milderenund freieren Geiste der angelsächsischen Verfassung, waren demNacken der unterjochten Einwohner aufgelegt, um gleichsamdie Last der Ketten des Lehenswesens noch zu vermehren, welchesie drückten. Am Hofe und in den Schlössern der Großen,wo man dem Pomp und die Pracht des Hofes nachahmte,