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Pauken, Hörner, Trompeten und Cpmbeln erklangen als-bald auf einmal, und der feierliche und regelmäßige Jubel,wie er vor Alters iu England Sitte war, tönte unter demgellenden und unregelmäßigen Geschrei der Araber wie dieOctave der Orgel mitten im Sausen des Sturms.
„Braver Ritter vom Leoparden," begann Löwenherz wie-der, „du hast bewiesen, daß der Aethiopier die Haut und derLcoparde die Flecken ändern kann, obschon die Gelehrten dieSchrift anführen, um die Unmöglichkeit davon darzuthun.Ich habe dir noch mehr zu sagen, wenn ich dich den Damenvorgeführt haben werde, die es am besten verstehen, Ritter-thaten zu würdigen und zu belohnen."
Der Ritter vom Leoparden verbeugte sich willfährig.
„Und du, fürstlicher Saladin, wirst sie auch besuchen. Ge-wiß unsere Königin wird sich nicht für willkommen halten,wenn sie nicht Gelegenheit findet, ihrem Wirthe für seinenhöchst königlichen Empfang zu danken."
Saladin neigte sehr artig das Haupt, aber er wies dieEinladung von sich.
„Ich muß bei dem Verwundeten sein," sagte er. „DerArzt verläßt seinen Kranken so wenig als ein Streiter denKampfplatz, auch wenn er in eine Laube gleich denen des Pa-radieses eingeladen würde. Und weiter, königlicher Richard,wisse, daß das Blut des Morgenlandes nicht so ruhig in Ge-genwart der Schönen fließt wie das eures Landes. Was sagtdas Buch selbst? Ihr Auge ist wie die Schärfe des Schwer«tes des Propheten, wer mag darauf blicken? Wer nicht ver-brannt sein will, hütet sich, auf heiße Asche zu treten — weiseLeute breiten nicht den Flachs vor einer brennenden Fackelaus — Wer einen Schatz verloren hat, sagt der Weise, thutnicht klug, das Haupt darnach zurückzuwenden."