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13 (1851) Der Talisman
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Richard, man darf es glauben, würdigte die aus einemreinen Zartgefühl, obwohl dasselbe von dem seinigen verschie-den war, herfließenden Beweggründe, und stand von seinemGesuche ab.

Um Mittag," sagte der Sultan beim Weggehen,hoffe ich,daß ihr ein Mahl unter dem Zelt von schwarzer Kameelhauteines Häuptlings von Kurdistan annehmet."

Die nämliche Einladung erging an alle Christen, derenRang hoch genug war, um ihnen einen Platz bei einem fürst-lichen Mahle zu verschaffen.

Horch!" sagte Richard,die Schellentrommeln verkünden,daß unsere Königin und Gefolge den Balkon verlassen. Seht,wie diese Turbane zu Boden sinken, als hatte sie ein Würgengelniedergeschmettert! Sie liegen hingestrcckt, als wenn der Blickeines arabischen Auges die glänzenden Wangen unserer Da-men besudeln könnte! Kommt, zu dem Zelte begleiten wirunseren siegreichen Kämpfer im Triumph dahin. Wie be-dauere ich diesen edlen Sultan, der nur so viel von Liebekennt, als auch niedrigeren Geschöpfen bekannt ist!"

Blonde! stimmte seine Harfe zu den kriegerischsten Weisen,um die Einführung des Siegers in das Zelt der Königin Be-rengaria zu feiern. Dieser trat hinein, von seinen königlichenZeugen Richard und Thomas Langschwert geführt, und ließsich voll Anmuth vor der Königin auf die Kniee nieder, ob-wohl diese Huldigung größtenteils der Lady Edith galt, diezur Rechten von Berengaria saß.

Entwaffnet ihn, meine Damen," sagte der König, deran der Ausübung solcher ritterlichen Gebräuche Belieben fand.Lasset Schönheit die Ritterlichkeit verherrlichen! Nimm ihmdie Sporen ab, Berengaria; obgleich dujKönigin bist, so bist duihm doch jede Gunstbezeigung, die du geben kannst,Ischuldig.