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würde, begierig waren, im Galopp dahinzusprengen. Sie hieltenso etwa drei Minuten lang, als auf ein Zeichen des Sultanshundert Instrumente mit schallendem Getöse die Luft erfüllten.Beide Kämpfer spornten ihre Pferde, ließen ihnen die Zügel,und setzten sie in vollen Galopp. In der Mitte des Raumstrafen die Ritter zusammen mit einem Schall, der wie einDonnerschlag klang- Der Sieg war keinen Augenblick zwei-felhaft. Conrad zeigte sich als geübter Fechter: denn er trafseinen Gegner ritterlich in die Mitte des Schildes, und seineLanze war so gerade und richtig gelenkt worden, daß sie vonder Spitze bis zum Handschuh in Splitter zersprang. DasRoß von Sir Kenneth prallte zwei oder drei Schritte zurückund siel aus die Hanken; doch sein Reiter erhob es unschwermit Hand und Zügel. Aber für Conrad gab's kein Heil mehr.Die Lanze von Sir Kenneth hatte ihm den Schild, einenplattirten Harnisch von mailändischem Stahl und ein Bruch-stück von Panzcrringelchen, das unter dem Harnisch getragenwurde, durchbohrt, ihn selbst tief in der Brust verwundet,und, den Schaft in der Wunde lassend, vom Sattel gewor-fen. Die Zeugen, die Herolde und Saladin selbst, der vonseinem Throne herabgesticgcn war, versammelten sich um denVerwundeten, während Sir Kenneth, der sein Schwert gezo-gen, ehe er bemerkt hatte, daß sein Gegner völlig hülflos sei,denselben aufforderte, seine Schuld einzugestehen. Der Ver-wundete, dem man hastig den Helm abgenommen, blickte mitverstörten Augen gen Himmel und versetzte: „Was wollt ihrmehr? — Gott hat gerecht gerichtet ich bin schuldig —aber es gibt im Lager noch schlechtere Verräther als ich. —Erbarmt euch meiner Seele, und gebt mir einen Beicht-vater !"
Er erholte sich, als er diese Worte sprach.