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ein guter Ritter, Sir Kennet- von Schottland, Kämpe fürKönig Richard von England, und beschuldigt Conrad, Mar-quis von Montserrat, schnöden VerrathS und Ehrenkränkung,an besagtem König begangen."
Als die Worte „Kennet- von Schottland" Namen undStand des Kämpen, die bis setzt nicht allgemein bekannt waren,offenbarten, brach ein lautes Freudengcschrei unter den Beglei-tern von König Richard aus, und obwohl zu wiederholten MalenStillschweigen geboten wurde, so wurde doch die Erwiederungdes Beklagten davor kaum gehört. Dieser behauptete seineUnschuld, und bot seinen Leib zum Kampfe dar. Die Knap-pen der Kämpfenden traten nun herzu, und übergaben beidenSchild und Lanze; sie stunden ihnen auch bei, den Schild umden Nacken zu hängen, damit beide Hände frei blieben, die einezur Haltung der Zügel, die andere zur Haltung der Lanze.
Der Schild des Schotten zeigte sein altes Bild, den Leo-parden, doch war ein Halsband und eine zerbrochene Kette -in-zugekommen, eine Anspielung auf seinen jüngsten Sclavenstand.Der Schild des Marquis trug mit Beziehung auf den Titel des-selben einen zackigen Felsenberg. Beide schwangen ihre Lanzen indie Höhe, wie um das Gewicht und die Tüchtigkeit der schwerenWaffe zu prüfen, und legten sie dann ein. Die Zeugen, Heroldeund Knappen zogen sich nun nach den Thoren zurück, und diebeiden Kämpfer hielten einander gegenüber mit eingelegten Lan-zen und geschlossenen Visiren, und ihre Gestalt war so vollkommenvon der Rüstung bedeckt, daß sie eher Statuen von gegossenemEisen als Wesen von Fleisch und Blut zu sein schienen. DieStille der Erwartung herrschte nun allgemein — manlathmetebeklommener, und die ganze Seele schien in die Augen zu treten,während kein Laut sich vernehmen ließ außer dem Schnaubenund Stampfen der edlen Rosse, die, merkend, was sich begeben
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