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schwuren auch, daß sie zum Kampfe kämen in ritterlicher Rüstungund mit den gewöhnlichen Waffen, und daß sie zum Siege wederZaubermittcl noch Zauberformeln anwenden würden. Der Klä-ger sprach seinen Eid mit fester und freudiger Miene. Als dieseHandlung beendigt war, blickte der schottische Ritter zu demBalkon und neigte den Kopf zur Erde, als wollte er den daselbsteingeschlossenen, unsichtbaren Schönen seine Ehrfurcht bezeigen,hierauf sprang er ungeachtet seiner schweren Rüstung in denSattel, ohne sich der Bügel zu bedienen, und ließ sein Roß inhalbenWendungen bis zu seinem Standpunkte am östlichen Endeder Schranken sprengen. Auch Conrad nahete sich dem Altarmit ziemlicher Kühnheit; aber seine Stimme klang, als er denEid sprach, hohl und wie in dem Helm erstickt. Die Lippen,womit er den Himmel bat, der gerechten Sache Sieg zu schenken,wurden bleich, als sie die Lästerung aussprachen. Als er wiederzu Pferde stieg, nahete sich ihm der Großmeister, wie um etwasan seinem Ringkragen zu ordnen, und flüsterte: Memme —Narr! nimm dich zusammen, und kämpfe tapfer, oder, beimHimmel, wenn du ihm entgehst, mir entgehst du nicht!"
Der wilde Ton, in welchem dies gesprochen wurde, vollen-dete die Verwirrung des Marquis; er trat fehl,als er zu Pferdestieg, und obgleich er seinen Stand wieder gewann, mit unge-wöhnlicher Leichtigkeit in den Sattel sprang, und seine Ge-schicklichkeit als Reiter zeigte, als er nach seinem Halt, derdem des Klägers gegenüber war, hineilte; so entging dieserUmstand doch denen nicht, welche auf Vorbedeutungen achte-ten, die das Schicksal des Tages Voraussagen würden.
Die Priester zogen sich aus den Schranken zurück nach einemfeierlichen Gebet, daß Gott die gerechte Sache offenbaren möge-Hierauf ertönten die Trompeten des Klägers, und ein Wappen-herold am östlichen Ende der Schranken rief aus: „Hier hält