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13 (1851) Der Talisman
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der Waffenträger, worauf der Großmeister ihn zur Seitedrängte, und fast mit Gewalt in's Zelt hincintrat.

Der Marquis von Montserrat kniete zu den Füßen des Ere-miten von Engaddi, und wollte grade seine Beichte beginnen.

,,Was soll das, Marquis?" sagte der Großmeister,schämedich, und steh' auf, oder, wenn du beichten mußt, bin ichnicht hier?"

Ich habe dir nur schon zu oft gebeichtet," versetzte Con-rad mit blassem Gesicht und stockender Stimme.Um Got-tcswillen, Großmeister, fort, und laß mich mein Gewissendiesem heiligen Mann eröffnen."

In was ist er heiliger als ich?" sagte der Großmeister-Einsiedler, Prophet, Narr, sag', wenn du's wagest, wel-chen Vorzug hast du vor mir?"

Frecher und schlechter Mann," versetzte der Einsiedler,wisse, daß ich dem Gitterfenster gleiche, und das göttlicheLicht geht hindurch, um Anderen zu nützen, obwohl cs leidermir selbst nichts hilft. Du aber gleichest der Eisenstange, dieweder das Licht empfängt, noch es Anderen mittheilt."

Schwatze mir nicht, sondern verlasse das Zelt," sagte derGroßmeister;der Marquis soll diesen Morgen nicht beichten,es sei denn mir: ich gehe nicht von seiner Seite."

Ist dies Euer Wille?" sagte der Einsiedler zu Conrad;denn glaubet nicht, daß ich diesem hochmüthigcn Mann ge-horche, wenn Ihr meine Dienste zu verlangen fortfahrt."

Ach," sagte Conrad unentschlossen,was soll ich Euchsagen? Lebt wohl einstweilen wir sprechen uns bald."

,,O Aufschub!" rief der Einsiedler,du bist ein Scclen-mörder! Unglücklicher Mann, leb' wohl nicht für eineWeile, sondern bis wir uns beide treffen keine Frage