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13 (1851) Der Talisman
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weniger würdig sind, die aber dennoch anständig behandeltwerden muffen nicht um ihretwillen, sondern zu meiner eige-nen Ehre denn was sagt Lockman? Sage nicht, daßdie Speise, die du dem Fremden reichst, für dichverloren ist: denn wenn sein Leib dadurch ge-stärkt und gesättigt wird so wird dein Ruhmund guter Name dadurch vergrößert und ver-herrlicht."

Der saracenische Monarch verließ das Zelt von König Ri-chard, und nachdem er ihm mehr mit Winken als mit Wor-ten den Ort bezeichnet hatte, wo das Zelt der Königin undihres Gefolges aufgerichtet war, ging er, den Marquis vonMontserrat und Gefolge zu empfangen, für welchen der Sul-tan mit weniger Lust aber mit gleicher Pracht Zurüstungengemacht hatte. Die reichlichsten Erfrischungen nach morgen-ländischem und europäischem Geschmack wurden an die könig-lichen und fürstlichen Gäste Saladins in den verschiedenenZelten gespendet; und der Sultan war so sehr auf den Ge-schmack und die Gewohnheit seiner Gäste bedacht, daß ergriechische Sklaven bestellt hatte, welche denselben denWeinbecher den Abscheu der Mahommedaner darreichenmußten. Ehe Richard sein Mahl beendigt hatte, trat der alteEmir, welcher des Sultans Brief in das Christenlager ge-bracht hatte, mit einem Plan herein, der das bei dem mor-genden Kampf zu beobachtende Ceremoniell enthielt. Richard,der den Geschmack dieses alten Bekannten kannte, lud ihnein, mit einer Flasche Schirazwein Bescheid zu thun; aberAbdallah gab ihm mit einer jämmerlichen Miene zu verstehen,daß Selbstverleugnung ihm in diesem Augenblicke so lieb alssein Leben sein müsse: denn Saladin, der in anderer Rück-sicht so duldsam sei, beobachte selbst die Gesetze des Pro-