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Streiche auf ihr zu entdecken war. Darauf ergriff er die Handdes Königs, und indem er ihre Form und Muskelkraft betrach-tete, lächelte er, als er sie mit seiner eigenen schlanken, magerenund weniger fleischigen und nervenreichen Hand verglich.
„Ja, schau' nur," sagte de Vaur auf Englisch, „es wirdlang dauern, bis deine langen Affenfingcr einen solchen Streichthun mit deiner fein vergoldeten Sichel da "
„Schweig', de Vaur," sagte Richard; „bei der heiligenJungfrau, er versteht oder erräth dich — sei nicht so vorlaut,ich bitte dich."
In dcr That sagte der Sultan gleich darauf: „Ich möchtenun auch Etwas zeigen — doch wozu sollte der Schwache seinegeringere Kraft vor dem Starken zeigen? Jndeß ein jedesLand hat seine eigene Hebungen, und dies mag für den Me-le>b Ric was Neues sein." — So sagend, nahm er ein seid-ncs Flaumfenerkiffen vom Boden und stellte es aufrecht.„Kann dein Schwert, mein Bruder, dies Kissen zertheilen?"sagte er zu König Richard.
„In Wahrheit nein," versetzte der König; „kein Schwertin der Welt, und wäre cs der Ercalibar von König Arthur,kann das, was dem Streich keinen Widerstand entgegensetzt,zertheilen."
„Gib denn Acht," sagte Saladin; und nachdem er den Aermelseines Kleides zurückgeschlagen, zeigte er einen schmalen undmageren, aber durch beständige Ucdung abgehärteten Arm, deruichtsals Bcin, Fleisch und Nerven hatte. Er zog seinen Säbel,eine krumme und schmale Klinge, die nicht wie das Schwert desFranken glänzte, sondern von einer dunkelbraunen Farbe warund mit einer Unzahl sich durchkreuzender Bienen bedeckt, dievcrriethen, mit welcher Sorgfalt der Waffenschmied dies Metallgeschweißthabe. Als der Sultan diese im Vergleich zu Richards