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Pferde nur dann anhielten, wenn sie auf Speereswurf denChristen nahe gekommen waren, während die im Nachzug dichteFlüge von Pfeilen über die Köpfe der Vorderen sandten. Einerdieser Pfeile fiel auf die Sänfte der Königin, die laut aufschrie,und eine plötzliche Röthe bedeckte die Wange von Richard.
„Ha! St. Georg," rief er aus, „wir müssen diesen un-gläubigen Abschaum zur Ordnung bringen!"
Aber Edith, die in der nächsten Sänfte war, streckte denKopf heraus, und mit der Hand einen Schaft haltend, rief sieaus: „König Richard, bedenkt, was Ihr thut! Seht, diesePfeile sind ohne Spitze!"
„Edles, bedächtiges Weib !" riefRichard aus, „beim Himmel,deine Geistesgegenwart und dein richtiger Blick beschämt unsAlle. — Verhaltet euch ruhig, Landsleute," rief er seinen Beglei-tern zu, „ihre Pfeile haben keine Spitze und ihre Specrc eben-falls. Es ist nur ein kriegerischer Willkomm nach ihrer wildenArt, .und es würde ihnen Vergnügen machen, uns erschrockenund bestürzt zu sehen. Zieht langsam und ruhig vorwärts."
Die kleine Kriegcrschaar zog vorwärts, von allen Seiten vonden Arabern umgeben, die gellendes und durchdringendes Ge-schrei ausstießen; die Bogenschützen zeigten ihre Geschicklichkeit,indem sie ihre Pfeile so nah als möglich nach den Helmen derChristen schossen, ohne sie zu treffen, und die Lanzenträger theil-tcn sich unter einander so derbe Stöße aus mit ihren stämmigenWaffen, daß mehr als Einer bei dem groben Spiel den Sattelund fast das Leben verlor. Obgleich durch alles dies nur Will-komm ausgcdrückt werden sollte, so hatte es doch in den Au-gen der Europäer einen zweideutigen Anschein.
Als sie halbwegs zum Lager gekommen waren, in dem Kö-nig Richard und sein Gefolge den Kern bildete, um welchen diewilde Reiterschaar schrie, heulte, focht und galoppirte in einer